Herbstliches Alaska – Tag 27

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Von Palmer zurück nach Anchorage

Die Erlebnisse der vorangegangenen Nacht wirkten nach. Die Nordlichter bescherten uns reich. Welch ein Glück! Entsprechend der späten Stunde, die wir unser Hotel und somit das Bett erreichten, wurde es heute auch etwas später mit Aufstehen. Erst kurz vor 9 Uhr erwachte ich aus meinen Träumen. Wir packten erneut unsere Sachen zusammen und verluden sie ins Auto.

Für das Zmorge fuhren wir gerade mal 300 Meter weiter, nämlich ins gestern schon besuchte Lekker. Auch heute lecker und ab sofort auf meiner Google Kulinarik-Merkliste.

Es folgte die Fahrt nach Anchorage. Verglichen mit den Kilometern, die wir in den letzten Tagen abspulten, ein kleiner Hüpfer. Von meinem Besuch im Winter 2024 war mir das Arctic Valley Ski Area noch in Erinnerung. Ich ging nicht davon aus, dass derzeit dort oben irgendwas los ist. Den kurzen Abstecher hingegen wollte ich mir nicht nehmen lassen, da es einen schönen Überblick auf die grössere Umgebung von Anchorage erlaubt.

Oben angekommen, war das Erstaunen gross, hier tatsächlich einen frisch zubereiteten Kaffee zu bekommen. Der Chef des kleinen Skiresorts war anwesend und erklärte uns, dass die Saison hier anhält. Die zahlreichen parkierten Autos deuteten jedenfalls darauf hin, dass wohl einige Wanderer irgendwo in den Bergen rumkraxelten.

Auf der Fahrt hinunter ins Tal war ich gespannt, ob uns heute das Glück erneut – wie bereits vor zweieinhalb Jahren – hold ist. Gemeint ist die Sicht auf den hier knapp 220 Kilometer entfernten Denali. Et voila:

Kaum zu fassen, den höchsten Berg Nordamerikas wieder von hier zu sehen. Ich fragte die Google KI nämlich am Morgen, wie heute die Chance auf die Sicht des Denali einzuschätzen sei. „Very poor“, also sehr klein sagte mir diese. Tja, die KI hat mal wieder bewiesen, dass alles hinterfragt werden muss.

Wir wechselten unser Revier und steuerten das Unigelände mit dort befindlichen Goose Lake an. Idee war an und für sich eine Umrundung, welche wir zugunsten eines einstündigen Sonnenbads auf einer Parkbank ausliessen.

Der Nachmittag war nun bereits fortgeschritten und wir nahmen Kurs auf unser letztes Alaska-Domizil. Dort angekommen war es Zeit, um unseren Toyota mehr oder weniger komplett auszuräumen. Was sich in etwas mehr als drei Wochen nicht alles ansammeln kann…

Das Zimmer war nun übersät mit unserem Material und wir langsam hungrig. Also Ausschau halten nach was Gluschtigem. Wir entschieden uns fürs Thai Orchid. Das war leider mal wieder kein so guter Entscheid. Die Portionen waren enorm gross, das Essen auch gar nicht so schlecht. Aber wir kennen bessere Thai-Restaurants (leider nicht in ANC), daher landet dieses auf meiner neuen „Eher-nein-Restaurants„-Liste.

Maya entschied sich nach dem Nachtessen fürs vorzeitige Ruhen im Zimmer. Die Aufregungen der letzten Tage zehrten am Energielevel. Auch ich merke es, doch einen kleinen Abstecher zum Flughafen wollte und konnte ich mir nicht entgehen lassen. Zwei Flugzeugspotter hab ich dort auch noch angetroffen, einer davon Frachtpilot aus Costa Rica mit spannenden Geschichten. Der andere ein lokaler Spotter mit guten Tipps rund um ANC. Und einer der Tipps führte mich folglich zu einem Platz südlich des Flughafens, den ich mir unbedingt merken muss.

So war schlussendlich auch mein Tag abgeschlossen. Zufrieden mit dem Erlebten und Fotografierten am Flughafen kehrte ich zurück zu Maya ins Hotel und träumte schon bald von Nordlichtern…

Link zu unserer Reisekarte

2 Comments

  1. Hallo Erich
    Es hat mich jeden Tag gefreut deine Berichte zu lesen und eure Reise zu verfolgen. Es war eine spannende Zeit. Ich wünsche euch noch eine schöne Heimreise mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck.
    Lieber Gruss
    Ernst

Ich freue mich stets über eure Kommentare, lobenden Worte, Fragen und natürlich auch Kritik (welche ich umgehend löschen werde ;-) ).

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