Ruhiger Tag in Palmer, Polarlichtjagd in der Nacht
Einleitend ein paar Gedanken, welche ich während des Erstellens dieses Blogbeitrags mit mir rumtrage: die wunderschönen, sehr abwechslungsreichen Ferien hier in Alaska neigen sich dem Ende zu. Ich will wahrlich nicht reklamieren, doch so langsam bin ich dann froh, wenn die Blogschreiberei wieder pausieren darf. Derzeit bring ich kaum einen vernünftigen Satz zustande. Seid mir somit gewogen, falls es mal etwas holprig sein sollte 🙂
Tagwache war heute bereits früh. Für unsere Verhältnisse nicht ultimativ früh, es gab schon wildere Zeiten. Auf jeden Fall warteten wir vor 7 Uhr in der Autokolonne vor dem Kaffeeladen um die Ecke, um gut in den Tag zu starten.
Wir wollten die Morgenstimmung einfangen und suchten uns dazu den Reflections Lake aus. Dieser liegt zwischen Palmer und Anchorage, rund 15 Autominuten von unsererem Hotel entfernt. Wir genossen den einstündigen Rundgang um den See. Die Bilder vermitteln den Eindruck von Stille. Tatsächlich liegt der Glenn Highway gleich nebenan und der morgendliche Pendlerverkehr sorgte für eine Geräuschkulisse, die leider nicht so richtig ins Bild passte (was für ein Wortspiel 😉 )
Der Morgen war noch jung, wir noch voller Energie, also erkundeten wir im Anschluss auch gleich das Knik River Valley. Die Strasse führt bis zur Alaska Glacier Lodge, welche am 15. September ihren Saisonabschluss hatte. Die Lodge ist eher im oberen Preissegment angesiedelt, wovon auch die sechs dort parkierten Helikopter zeugen. Uns hielt nichts hier hinten, ergo wieder zurück nach Palmer.






Selbstverständlich war es nun höchste Zeit, um etwas zu essen. Fürs späte Zmorge entschieden wir uns fürs Lekker. Scheint ein relativ neues Lokal zu sein, zumindest macht alles einen Top-Eindruck und uns hat es sehr gut gefallen. Prädikat empfehlenswert!




Es folgte ein Besuch im Poppy Lane. Ein Geschenke- und Souvenierladen der oberen Hubraumklasse. Anders gesagt: Geld wird man hier ohne Probleme los, denn günstig ist anders. Aber die haben hier auch wirklich coole Sachen.
Nachdem wir uns mit ein paar Mitbringseln und Andenken eingedeckt hatten, steuerten wir unsere Bleibe an. Vis-à-vis unseres Hotels befindet sich eine wohl neue Autowaschstrasse. Wir durften jedenfalls gratis rein, was unserem Toyota ausserordentlich gut gefiel. Und der junge Mann am Eingang zur Anlage war dermassen nett, dass er mit unserer zweitletzten Tafel Frey-Schoggi beschenkt wurde.



Da wir für die kommende Nacht noch Grosses vorhatten, war der Rest des Tages sehr unspektakulär. Im Hotelzimmer ruhen, Blog schreiben und Bilder bearbeiten. Dazwischen eine kombiniertes Mittag-/Nachtessen. Wiederum ein Lokal, dem wir das Prädikat „empfehlenswert“ vergeben: Palmer Alehouse


Nach dem Essen war der Zeitpunkt gekommen, uns auf den Weg entlang des Glenn Highway bis in die Region des Eureka Roadhouse zu machen. Die Strasse kannten wir von der gestrigen Anfahrt nach Palmer. Da hatten wir die Sonne gegen uns, heute mit uns. Was die Fahrt deutlich angenehmer machte und wir die Aussicht auf die atemberaubende Landschaft geniessen konnten.
Heute erspähte ich das erste Fahrzeug mit ausländischen Kennzeichen. Und nein, es war KEIN deutsches! Das ist sonst eher die Norm, wie ich das aus den USA so kenne. Nein, es handelte sich um ein Wohnmobil aus Argentinien.
Noch während wir unterwegs waren, senkte sich die Sonne hinter dem Horizont. Fotos vom Mondaufgang waren ein kleines Nebenprojekt heute Abend. Den zu erwischen war jedoch nicht so einfach, da sich im Südosten einige Wolken über der Bergkette festklammerten. Mit der Peakfinder App und ganz viel Glück gelang es, exakt die eine Lücke zu finden, um zum fotografischen Erfolg zu kommen.
Um 20:15 Uhr erreichten wir das Eureka Roadhouse. Leider ganz knapp zu spät, denn die Besitzerin schloss genau jetzt die Türen. Nicht dass wir nach unserem ausgiebigen Nachtessen überhaupt Hunger gehabt hätten. Doch ein Schlummertrunk wäre allemal dringelegen. Erinnerung an mich: beim nächsten Alaska-Aufenthalt unbedingt als Nachtlager in Erwägung ziehen!












Maya und ich warteten weitere zwei Stunden im Auto, hörten Musik und Podcast und dösten etwas. Mit grosser Freude stellten wir kurz nach 22 Uhr fest, dass sich in nordöstlicher Richtung erste Nordlicht-Aktivitäten zeigten. Sofort waren die Lebensgeister erwacht. Der Mond erhellte die Landschaft, was der Szenerie eine gewisse Unglaubwürdigkeit verlieh. Die Fotos sehen fast aus wie am Tag, allerdings mit Sternenhimmel und Aurora. AWESOME!, würde der Amerikaner jetzt sagen.






Wir waren bereits überglücklich mit dem Gesehenen und traten den langen Heimweg an. Die Fahrt bis Palmer würde rund 90 Minuten in Anspruch nehmen. Unterbrochen wurde diese auch durch eine nächtliche Baustelle am Glenn Highway. Die Dame mit dem Stopschild hatte meinen Respekt. Die steht die ganze Nacht dort und sorgt dafür, dass die sehr wenigen Autos geregelt durch die Baustelle geleitet werden. Meine letzte Tafel Schoggi war ihr sicher.
Nach 20 Minuten Wartezeit durften wir die Baustelle passieren und wussten gar nicht, welche grossartige Show uns noch bevorstehen würde. Alaska und die Nordlichter sorgten dafür, dass wir am drittletzten Abend nochmals richtig verzaubert wurden. Bis hinunter nach Palmer begleitete uns die Aurora Borealis.






Kurz nach 2 Uhr morgens waren wir zurück im Hotel. Welch ein Erlebnis! Guet Nacht…

Hoi ihr Liebe
Ohhh scho fascht verbii😢. Ich wäri also sehr gern no es wiili mit eui mit greist. Die churzwiilige Gschichte und die tolle Fotos werded mir fehle.
Gnüssed no de Rescht und dänn e gueti Heireis👋🏻😎
Liebe Gruess Lisa
Deine Blog-Einträge sind auch nach 26 Tagen überhaupt nicht holprig. Wir danken für die interessanten Reiseberichte und die tollen Tier-, Baumrinden-, Nordlicht, Menü-, Spiegelungs und Bahnfotos. Wir wünschen euch einen tollen Schlusspurt.