Von Valdez nach Palmer
Wie prognostiert wurden wir heute von einem wolkenlosen Himmel begrüsst. Wir dürfen uns somit glücklich schätzen, in einer der regenreichsten Regionen Alaskas im regenreichsten Monat mit derartigem Wetter beschenkt zu werden.



Das Zmorgebuffet im Hotel war trotz des hier selten anzutreffenden Porzellangeschirrs eher mau. Den richtigen Kaffee bezogen wir daher im Kaffeehaus vor dem Hotel. Dies benötigte zwar etwas Geduld, doch mit dem Auto als Platzhalter konnten wir während der Wartezeit bereits die ersten Fotos schiessen. Mit frischem Cappuccino bestückt, kurvten wir Richtung Kleinboothafen und konnten uns vor lauter Spiegelungen kaum noch beruhigen. Zusammen mit der Morgensonne und dem Nebel war es einfach traumhaft schön!






Nächster Anlaufpunkt war die Lachszuchtstation auf der anderen Seite der Bucht. Dort drüben befindet sich auch das grosse Ölverladeterminal, wo das schwarze Gold aus Prudhoe Bay nach seiner 1287 Kilometer langen Reise durch die Trans-Alaska-Pipeline in gewaltigen Tankanlagen zwischengelagert und danach auf grosse Öltanker verladen wird.



Bei der Solomon Gulch Hatchery waren unsere Kameras im Dauereinsatz. Die Hauptsaison für Lachse ist leider bereits vorbei, was die Seelöwen allerdings nicht gross beeindruckte. Einige von ihnen dösten zwar nur vor sich hin, doch ein paar von ihnen boten uns Schaulustigen eine Show. Natürlich war meine Kamera (ich gebe jetzt mal ihr die Schuld) bei der grössten Action nie parat, doch ein paar Fotos gelangen auch mir.
Bären würde man in der Lachssaison ebenfalls antreffen, gewarnt davor wird man zumindest überall hier am Ort. Leider waren wir wie geschrieben etwas zu spät dafür, weshalb sich Meister Petz nicht zeigte.









Dass wir derart viel Zeit mit den Seelöwen verbringen, war so nicht geplant. Wir hatten jedoch Zeit, und so fuhren wir für die Mittagsrast zurück nach Valdez. Gut genährt mit feinem Lachs war es danach doch an der Zeit, die lange Fahrt nach Palmer unter die Räder zu nehmen. Es warteten 256 Meilen (und damit exakt gleich viel wie gestern) auf uns und unseren graublauen Alltagspanzer. Die Fahrt nach Glennallen war uns nach gestern bekannt, doch der blaue Himmel und Sonnenschein gaben der Szenerie einen fotowürdigen Charme.









Ab Glennallen übernahm Maya das Steuer. Die zweite Etappe war gekennzeichnet durch spannendes Wetter mit Regenzellen, unglaublicher Bergwelt in den Chugach Mountains und nicht enden wollenden Fotomotiven. Ich war je länger je mehr überfordert mit Fotografieren. Das real Gesehene auf die Speicherkarte zu bannen, kann auch ein Last sein. Und so sind einige Sujets jetzt „nur „im Kopf abgespeichert.









Die letzte Stunde Fahrt war durch die tiefstehende Sonne teilweise sehr anspruchsvoll. Die Sichtverhältnisse waren schwierig, doch Maya meisterte die Kilometer souverän. Belohnt wurden wir bei der Einfahrt in Palmer mit einem Mondaufgang direkt über den Chugach Mountains. Ziemlich erschöpft erreichten wir unser Motel für die kommenden zwei Nächte, das „The Pioneer Motel„.
Unglaublich, dass wir euch bereits seit 25 Tagen auf der Alaskareise begleiten dürfen. Die Lachsschlucht, der Bridal Veil Fall
und der Mondaufgang haben es mir beim Bericht vom 22. September besonders angetan. Sicher werdet ihr auch an den letzten Ferientagen noch Interessantes erleben.
Das scheint mir einer der fotoertragreichsten Tage gewesen zu sein. Wären in der Nacht nicht noch Polarlichter zu erspähen gewesen? Hoffentlich war das „Zmorgebuffet“ nicht zu teuer! Geniesst die letzten Tage…
Einmal mehr erfreue ich mich an euren wunderschönen Fotos!
Wie lange seid ihr noch unterwegs? Bringt doch ein paar Regentropfen mit, wir haben Regen bitter nötig…
Geniesst eure restlichen Ferien
LG Beat