Herbstliches Alaska – Tag 23

Die Dry Creek Bridge

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Abschied von Fairbanks und Fahrt nach Tok

Eine ganze Woche hatten wir unseren temporären Stützpunkt in Fairbanks. Nicht etwa, weil die Stadt dermassen gespickt wäre mit Sehenswürdigkeiten. Nein, bei der Planung unserer Reise lag die Idee im Vordergrund, hier Nordlichter sichten zu können. Und je mehr Zeit man zur Verfügung hat, desto höher werden die Chancen. Nun, das Ergebnis ist mager ausgefallen. Immerhin hatten wir am Olnes Pond etwas Glück. Und dank der Reko-Touren kenne ich jetzt ein paar Plätze mehr und bin gerüstet für den Januar 2028.

Kurz nach 9 Uhr hatten wir unsere Siebensachen gepackt und die AirBnB-Wohnung in den Ausgangszustand versetzt. Die Reise nach Tok konnte starten. Beim morgendlichen Anblick unseres Toyota war klar, dass vor der Fahrt in den Süden eine ordentliche Dusche vonnöten ist. Die entsprechende Wellness-Oase war rasch gefunden. Und siehe da, unser edles Stahlross liess sich wieder ansehen. Zumindest für den Moment, denn eine Waschanlage ohne Bürstenreinigung kann meiner Meinung nicht funktionieren…

Erstes Zwischenziel war das Santa Claus House in North Pole. Ja, so heisst das Nachbarstädtchen von Fairbanks tatsächlich. Ich verzog mich schnell mal in die Kaffee-Ecke des Hauses, damit sich Maya in aller Ruhe ins Einkaufsgetümmel stürzen konnte.

Die Einkäufe waren getätigt, die Fahrt wurde fortgesetzt. Wir steuerten den Birch Lake an, wo wir vor sechs Tagen unser Glück mit den Nordlichtern versuchten. Grund für den Zwischenstopp war nicht nur die Bisli-Pause. Nein, Mayas Händsche werden seit ein paar Tagen vermisst. Trotz intensiver Suche im Toyota, all unserem Gepäck und der Wohnung liessen sie sich nicht mehr finden. Ich vermutete, dass die in einem der vielen besuchten Restaurants zurückblieben. Maya schlug vor, dass wir die beiden Plätze vom Abend des 14. September nochmals aufsuchen, was aufgrund der heutigen Route problemlos möglich war.

Die erste Anlaufstelle war nicht von Erfolg gekrönt, also weiter des Weges Richtung Süden. Zehn Meilen später lag unser nächtlicher Fotospot am Tanana River. Wir steuerten den Parkplatz an und sahen bereits aus einiger Distanz… die Händsche von Maya!

Geflutet mit Glückshormonen setzten wir die Fahrt fort. Mein Hirn verlangte nach einem koffeinhaltigen Zwischenstopp. Da kam uns Delta Junction gerade gelegen. Im schönen Lokal „Rustic Blends“ holten wir uns einen Cappuccino und knabberten in der Gartenbeiz letzte Mitbringsel aus der Schweiz.

Knapp 100 Meilen hatten wir bis Delta Junction zurückgelegt. Nach Tok fehlten weitere 110 Meilen. Für die zweite Etappe übernahm Maya das Ruder. Was mir die Gelegenheit gab, Eindrücke fotografisch festzuhalten. Dazwischen immer kurze Stopps, um Brücken und Brummis (ich) sowie Vögel (Maya) zu fotografieren.

In Tok angekommen war nicht das gebuchte B&B erste Anlaufstelle, sondern Fast Eddy’s Restaurant. So ganz genau hab ich nicht recherchiert, doch ich meine, dass dies das einzige Restaurant in Tok ist. Wie auch immer, es ist egal. Denn bei Eddy isst man hervorragend und das Ambiente passt genauso. Prädikat empfehlenswert.

Zum Tagesziel fehlten nach dem Festmahl nur noch vier Meilen. Das „A Hyde Away Inn B&B“ liegt mitten im Wald auf dem Gemeindegebiet von Tok. Ich erwähne das so speziell, da ich in Tok kaum ein Zentrum ausmachen konnte. Vielmehr scheint die Gemeinde aus überall verstreuten Häusern, meist versteckt im Wald, zu bestehen. So eben auch unser lauschiges B&B. Wirklich toll hier und wir werden uns für die eine Nacht sicherlich wohl fühlen.

Leider haben während des Schreibens dieser Zeilen die Wolken bereits wieder den Himmel abgedeckt. So kann ich mich statt den Nordlichtern dem Bett zuwenden. Guet Nacht!

Link zu unserer Reisekarte

Ich freue mich stets über eure Kommentare, lobenden Worte, Fragen und natürlich auch Kritik (welche ich umgehend löschen werde ;-) ).

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