Ein Tag im Denali National Park
Der Tag begann wie prognostiziert mit regnerischem Wetter. Folglich liessen wir es gemütlich angehen.



Um 11 Uhr zeigten sich deutliche Aufhellungen am Himmel. Der Wetterdienst meldete für heute Nachmittag und Abend freundliches Wetter. Und es schien sich zu bewahrheiten! Wir wollten heute die nähere Umgebung ausgiebiger erkunden. Was bedeutet, bis zur Meile 15 – bis zu welcher man mit dem eigenen Auto fahren darf – auf die Suche nach Motiven zu gehen.



Die Ankunft des Denali Star Trains war erfolgreich auf die Speicherkarte gebannt. Es folgte eine kleine Rundwanderung um den Horseshoe Lake. Dieser befindet wenn – man so will – auf dem Gelände des gesamten des Denali Park Besucherzentrums. So bezeichne zumindest ich alles hier mit Visitor Center, Bahnhof sowie die verschiedenen Lodges und Touristenshops.









Ein kurzer Boxenstopp im Morino Grill, dem parkeigenen Restaurant lupfte unseren Energielevel soweit an, um die nun folgenden Aktivitäten überstehen zu können. Wir fuhren hinein in den Park, hofften auf Critters (der Begriff ist hier üblich), wurden jedoch mehrheitlich nicht belohnt.






Die Uhr zeigte mittlerweile 15:20 Uhr, erwartet wurde 20 Minuten später die Ankunft des Denali Star aus Anchorage. Gestern auf der Fahrt mit dem Bus entdeckte ich die eindrückliche Riley Creek Eisenbahnbrücke, wovon sich ein Foto geradezu aufdrängte. Im Idealfall selbstverständlich mit Zug drauf.
Doch Geduld war gefragt. Bis zum erfolgreichen Abschluss des kleinen Projekts standen ich und Maya eine ganze Stunde an Ort und Stelle. Der Zug liess auf sich warten. Zum ganz grossen Glück informierte uns ein zufällig vorbeifahrender Herr, welcher selber bei der Alaska Railroad arbeitet, dass der Zug mit rund 30 Minuten Verspätung unterwegs ist. Das wäre wieder so ein Fall geworden, wo man sich irgendwann für Bleiben oder Gehen entscheiden muss – und dann doch das Falsche tut. Dank der Gewissheit war Erstgenanntes gesetzt.


Das Warten lohnte sich aus meiner Sicht. Die Wolken verdeckten die Sonne nur ein bisschen, kein Bus oder Auto fuhr ins Bild, einfach perfekt! Dieser Erfolg musste unbedingt gefeiert werden. Wir taten das im Restaurant Alpenglow, dem höchstgelegenen Lokal auf Platz mit toller Aussicht auf die Landschaft.




Der Tag war bereits ein Erfolg aber noch lange nicht zu Ende. Erneut fuhren wir rein in den Park bis zur Meile 15. Und siehe da, jetzt schien sich auch die Tierwelt präsentieren zu wollen. Natürlich nebst wundervoller Landschaft, die insbesondere durch ihre Weite und die herbstlichen Farben glänzte.







