Herbstliches Alaska – Tag 8

Kurzer Landausflug

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Mit Lazy Otter Tours im Prince Willam Sound unterwegs

Für den heutigen Samstag stand einer unserer Höhepunkt auf dem Programm. Auf Empfehlung unserer Kollegen Stephan und Daniela (stephanmuellerphotography.com) buchten wir bei Lazy Otter Tours die grosse 8-Stunden-Tour im Prince William Sound. Dies vorweg: Danke euch beiden für den Tipp, es war genial!

Ich beschränke mich für den heutigen Blog insbesondere auf das ganze Drumherum des Tages. Die Tour selber bot sehr viele Fotosujets. Ich werde mir nach der Rückkehr in die Schweiz in einer ruhigen Minute die Zeit nehmen, um die schönsten Fotos auszuwählen und in einem späteren Beitrag präsentieren.

Der gut besetzte Zug der Alaska Railroad und die sehr vielen Reisebusse liessen mich vermuten, dass in Whittier wohl ein grosses Kreuzfahrtschiff geankert haben muss. Bald schon würden wir es wissen. Es galt, die Freigabe für die Fahrt durch den einzigen Zugang nach eben diesem Whittier abzuwarten. Der Tunnel – früher mal mit Autoverlad wie z.B. am Lötschberg – wird nämlich jeweils zur halben Stunde für den Verkehr nach Süden freigegeben. Zur vollen Stunde – das ist total spannend – jeweils in der Gegenrichtung.

Bewusst bauten wir eine Stunde Reserve ein, um genügend Zeit zu haben, uns auf die lange Bootstour vorzubereiten. Gleich neben dem Büro von Lazy Otter Tours befindet sich das Frisky Mermaid Café. Ein wunderbares Lokal mit diversen Köstlichkeiten, von welchen wir allerdings nur die Cinnamon Roll ausprobierten.

Überpünktlich standen wir schliesslich bei der uns zugewiesenen Anlandungsstelle, um auf unser Tourboot zu warten. Zu uns gesellten sich weitere zwei Passagiere. Wie sich herausstellte, sassen wir bereits zuvor im Café nebeneinander. Aufgrund der aufgeschnappten Wortfetzen ortete ich die beiden in Portugal ein. Tatsächlich stellte sich heraus, das Sigrid und Walter aus dem ladinischen Sprachteil Südtirols stammen und unter sich auch so sprechen. Die beiden beherrschen als Multisprachler allerdings auch ganz hervorragend deutsch. Die folgenden 8 Stunden würden wir also viel Gelegenheit, uns in einer gewohnteren Sprache als Englisch auszutauschen.

Um 08:50 Uhr traf Captain Tyler (Villnow) mit seiner High Velocity ein. Ganz bequem enterten wir das Landungsboot durch den „Vordereingang“. Und schon düsten wir los, hinaus in den Prince Willam Sound. Zuerst wurde es etwas ruppig, der zügige Wind sorgte für Wellengang und wir wurden ziemlich durchgeschüttelt. Bald schon wurde es ruhiger, erste Anlaufstelle war eine Lachsaufzuchtstation auf Esther Island. In der Wally Noerenberg Hatchery wird das produziert, was bei uns in der Migros als Alaska Wildlachs verkauft wird. Also so quasi das Pendant zu der Freilaufhaltung bei Hühnern. Kaum hat uns Tyler diese Info mitgegeben, entdeckten wir die ersten beiden Schwarzbären. Beide watschelten kurz ans Ufer und holten sich – ganz nach dem Motto Fast Food – schnell mal einen Lachs aus dem Wasser und verschwanden damit wieder im Wald.

Die Tour führte vom Landausflug weiter durch die Esther Passage zu den Gletschern. Das Wetter hätte zwar gerne etwas besser sein dürfen. Insgesamt durften wir jedoch zufrieden sein, denn geregnet hat es während den ganzen 8 Stunden praktisch nicht. Zudem sorgten die tief hängenden Wolken und Nebelschwaden für spannende Stimmungen und Fotomotive. Letztere werde ich wie bereits geschrieben später nachliefern.

Wie eingangs geschrieben: es war ein aussergewöhnliches und beeindruckendes Erlebnis. Tyler hat uns geduldig sämtliche Fragen beantwortet und sicher durch die teils nicht ungefährlichen Passagen geführt. Ich werde viele Stunden mit der Bilderauswahl beschäftigt sein und mich noch oft an das Erlebte erinnern.

Für uns war es an der Zeit, die Rückfahrt nach Soldotna zu starten. Unterwegs kehrten wir in der Summit Lake Lodge fürs Nachtessen ein. Ein deutliches Zeichen für das nahende Saisonende war der Hinweis an der Eingangstüre, dass die Lodge morgen Sonntag die Türen bis nächsten Mai schliesst. Für uns reichte es gerade noch und die Küche lieferte auch am zweitletzten Tag ein wunderbares Menü ab.

4 Comments

  1. Danke Erich und Maja für die wunderbaren Fotos. Woher nimmst du dir nur die Zeit, eure Tageserlebnisse so detailliert zu beschreiben? Aber sehr interessant, man reist quasi mit…
    Liebe Grüsse Beat

    • Danke für das Kompliment, Beat! Ja, derzeit hinke ich bereits einen Tag hinterher. Tag 9 sollte in 12 Stunden folgen…

  2. Wir wünschen euch gute Erholung und weiterhin viel Erfolg bei der Auswahl geeigneter Fotospots 😅
    Gruess aus Bundesbern

Ich freue mich stets über eure Kommentare, lobenden Worte, Fragen und natürlich auch Kritik (welche ich umgehend löschen werde ;-) ).

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