Herbstliches Alaska – Tag 4

Emsiges Treiben bei der US Coast Guard Basis

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Rund um Kodiak – der Bär lässt auf sich warten…

Unser dritter Tag hier auf der Insel startete wiederum früh, denn die Wetterprognosen versprachen erneut eine Farbenpracht zum Sonnenaufgang. Und es sollte sich bewahrheiten.

Wir hofften, hier am Buskin River am frühen Morgen einen Bären anzutreffen. Taten wir nicht. Eine kleine Fotografentruppe, welche ebenfalls hier auftauchte, erzählte uns von diversen Sichtungen in den letzten Tagen. Was uns Hoffnung machte, in der uns verbleibenden Zeit in Kodiak auf ein Exemplar zu stossen.

Nächster Programmpunkt des heutigen Tages: körperliche Ertüchtigung in Form einer kleine Wanderung. Der Fort Abercrombie State Historic Park befindet sich am nordöstlichen Stadtrand und bietet nebst schön angelegten Wanderwegen auch ein paar Relikte aus dem zweiten Weltkrieg. Kodiak wurde damals zu einem Stützpunkt der Pazifikflotte ausgebaut, weshalb man hier und dort auf Zeugen aus dieser dunklen Zeit stösst. Wir erfreuten uns am abwechslungsreichen Pfad, trafen auf nette Leute, Eichhörnchen, „gefährliche“ Klippen und knorrige Bäume und pilzige Lebensformen.

Mittlerweile war es Mittag geworden. Wir machten einen kurzen Besuch im – gemäss Google Rezensionen – besten Walmart auf ganz Kodiak Island. Am Flughafen von Anchorage lauschte ich vor zwei Tagen einem Gespräch von zwei Herren, die sich über die Grösse dieses Walmarts unterhielten. Einer meinte, dass er halt klein sei…

Unter klein verstehe ich was anderes. Und ja, ihr habt es richtig vermutet: es ist der einzige…

Nach einem kurzen Powernap in unserem BnB setzten wir die Suche nach Kodiakbären fort. Diesmal am Russian River. Der liegt ein wenig südwestlich der Stadt in der Womens Bay. Wir trafen auf tausende von Lachsen, welche die letzte grosse Aufgabe ihres Lebens erfüllen und zurückkehren zu ihrem Geburtsort. Dort laichen sie ab und segnen danach das Zeitliche. Es ist ein faszinierendes und zugleich trauriges Schauspiel.

Leider zeigte sich der Bär erneut nicht. Und ausser den Lachsen und Möwen zeigte kein interessantes tierisches Exemplar. So entschieden wir uns für den Rückweg in die Stadt. Der Magen deuetete mit sanften Hinweisen darauf hin, dass er gerne gefüllt werden möchte. Die Strasse dorthin wird derzeit über mehrere Kilometer komplett neu asphaltiert. Dies hätten hier so einige Strassen nötig. Teilweise muss man waschmaschinengrossen Löchern ausweichen, um sich Ärger mit Reifen und Felgen zu ersparen.

Strassenbau im grossen Stil

Der heutige Restaurantbesuch war der erste, welcher eine Erwähnung wert ist. Wir besuchten Henry’s Great Alaskan Restaurant, welches uns auch von Andria – der Besitzerin unseres BnB – empfohlen wurde. Gestern noch verhinderte eine Wartezeit von über einer Stunde einen ersten Besuch. Heute waren wir gescheiter und standen bereits um 16 Uhr auf der Matte. Schon das Ambiente machte Freude. Ich wählte nur einen Appetizer in Form von geräuchertem Lachs, Maya einen Vegi-Burger. Dazu tonnenweise Pommes. Beides schmeckte gut, amerikanisch gut. Definitiv einen Besuch wert.

Zur Verdauung statteten wir dem letzten noch unentdeckten Stadtteil – der Near Island – einen Besuch ab, wo sich unter anderem auch der lokale Wasserflugzeugflughafen was für ein Wort) befindet. Ein wenig Zeit dort verbracht, dem emsigen Treiben zugeguckt und Flieger gespottet…

Die abendliche Suche nach dem Bären am Russian River blieb leider erneut erfolglos. Uns bleibt ein Tag…

Zum Schluss des Tagesrapports ein paar Bilder meines – aus Flugzeugspottersicht – erfolgreichen Tages:

1 Comment

  1. Die Farbenpracht am Himmel und im Meer hat euch sicher etwas über den fehlenden Bären hinweggetröstet.
    Auch das Essen machte Freude. So seid ihr gestärkt für die Bärenjagd am letzten Tag. Bären sollen Honig lieben. Vielleicht könnt ihr die Bären damit anlocken.
    Herzliche Grüsse aus dem sommerlichen Olten
    Ursi und Hugo

Ich freue mich stets über eure Kommentare, lobenden Worte, Fragen und natürlich auch Kritik (welche ich umgehend löschen werde ;-) ).

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