Herbstliches Alaska – Tag 29

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Abschied von Alaska und die lange Reise zurück in die Heimat

Sehr früh klingelte uns an unserem letzten Tag auf Alaska-Boden der Wecker aus den Träumen. Um 03:45 Uhr war es soweit, unseren sehr langen Rückreisetag zu starten. Kurz zum Aufwachen unter die Dusche, die Koffer fertig gepackt und dann verladen in unser Auto. 45 Minuten später standen wir bei der verwaisten AVIS-Station am Flughafen Anchorage. Die Schlüssel ins entsprechende Fach geworfen mit der Hoffnung, dass es irgendwie in Ordnung ist so…

Statistiken zu unserem treuen fahrbaren Begleiter während der vergangenen drei Wochen: 3356 Meilen oder 5400 Kilometer, dabei 142 Gallonen oder 537 Liter Sprit verbraucht. Das entspricht fast exakt 10 l/km, was ich aufgrund unseres Autos in Panzerausführung recht vernünftig finde. Gekostet hat das Benzin 725 US$, was umgerechnet 1.12 CHF pro Liter bedeutet. Also noch immer massiv günstiger als in der Schweiz.

Ich wählte bei der Buchung des Flugs von Anchorage nach Seattle die Sitzplätze auf der linken Seite des Flugzeugs. Dies mit dem Hintergedanken, dass wir während des Flugs eine Sicht auf die Berge an der Küste von Alaska und Kanada haben würden. Beim Abflug aus ANC hoffte ich auf eine Linkskurve, damit es noch einmal einen schönen Blick auf die Stadt gibt.

Ersteres war gut gedacht, doch wegen der vielen Wolken bis fast ans Ziel ohne Möglichkeit für schlaue Fotos. Zweiteres wurde mir durch die „falsche“ Routenwahl vereitelt, da gleich nach dem Start eine Rechtskurve folgte. Pech gehabt!

Nach knapp drei Stunden Flug wurden die Wolken etwas aufgelockert, was hin und wieder – wie geplant – den Blick auf die Berge an Kanadas Westküste freigab. Vancouver selber war etwas weit entfernt und versteckt durch Wolken. Was ich entdeckte, war der Deltaport, ein grosser Frachthafen sowie ein wenig daneben der Tsawwassen Fährhafen. Diese beiden Orte besuchte ich während meiner Kanada-Tour im Januar 2012 (Link auf meine alte Blogspot-Homepage… und funktioniert noch!)

Kurz darauf befanden wir uns schon in der Grossregion von Seattle und landeten wenige Minuten später ohne Probleme am Flughafen Seattle-Tacoma.

Am Flughafen angekommen, nahmen wir aufgrund von seperat gebuchten Flügen unser Gepäck in Empfang und verbrachten die Wartezeit vor dem erneuten Check-In mit Ausruhen und Blog schreiben. Nach erfolgtem Check-In den Security-Check zwar so harzig wie schon lange nicht mehr, schlussendlich aber mit Erfolg hinter uns gebracht. Dies war die einzige von ingesamt fünf Sicherheitskontrollen während dieser Reise, in welcher wir unser Handgepäck fürs Durchleuchten ausräumen mussten. Dazu kam rustikal freundliches Personal, ich war begeistert!

Die Condor-Maschine landete mit halbstündiger Verspätung in Seattle, was grundsätzlich nicht allzu viel ist. Da wir in Frankfurt zwei Stunden Zeit fürs Umsteigen hatten, war dies kein Grund für Besorgnis. Das Boarding begann mit ebensolcher Verspätung und verlief sehr schnell. Wir genossen bereits am Boden unseren Willkommens-Apero und warteten – mit Blick auf den aufgehenden Vollmond – auf den Start.

Leider ging der Verlad der Fracht nicht annähernd so geschmeidig über die Bühne. Die Frachttore waren zu, die entsprechenden Ground-Handling Fahrzeuge weg, da wurde offenbar noch ein sehr wichtiges und grosses Transportgut nachgeliefert. Ergo zurück auf Feld Eins.

Das Resultat waren zwei Stunden Abflugverspätung und da schon die starke Vermutung, dass es in Frankfurt nicht reichen würde. Doch dies lag derzeit zehn Stunden in der Zukunft und wir erfreuten uns dem vielfältigen kulinarischen Angebot.

Das Nachtessen war zwar nicht der absolute Knüller, hat mir jedoch verglichen mit anderen Speisen in Fliegern sehr gut geschmeckt. Das süsse Dessert ging bei mir irgendwie vergessen, war jedoch aufgrund bereits gut gefülltem Magen weniger tragisch.

Wir waren etwas mehr als zwei Stunden unterwegs, es war Zeit fürs Bett. Wir freuten uns über die Möglichkeit, unseren Sitz in ein flaches Bett umzuwandeln und so vergingen die nächsten rund fünf Stunden mit verhältnismässig angenehmem Schlafen.

90 Minuten vor der Landung kam Leben in die Aluröhre. Das Licht simulierte Morgendämmerung, die Passagiere strömten in Richtung WC, die Kabinenbesatzung bereitete das Zmorge vor. Der Duft von frisch Aufgebackenem strömte durch die Kabine.

Mangels Fensterplatz ist die Fotoauswahl dieses Flugs äussert mager. Und so befanden wir uns also schon in Frankfurt, wie erwartet mit der Aufgabe betraut, unseren durch Condor neu gebuchten Flug zu suchen. Dies bedeutete, sich bei Lufthansa schlau zu machen. Dort auf wirklich sehr hilfsbereite Menschen getroffen, die uns neue Boardingkarten übergaben.

Die Schweiz hat uns wieder

Mit unserer Lufthansa-Maschine wurden wir sicher und zügig von Frankfurt nach Zürich überführt. Statt wie geplant um 15:40 Uhr hatten wir um 17:25 Uhr nach vier Wochen wieder Schweizer Boden unter den Füssen. Die Gepäckausgabe verlangte ein letztes Mal einiges an Geduld, da war der Wurm drin. Das Wichtigste: unsere drei Gepäckstücke kamen unversehrt an.

Es war Zeit fürs Abschiednehmen. Maya wurde durch ihre Nichte am Flughafen abgeholt, ich von der SBB. Da wir beide in 11 Stunden wieder am Arbeitsplatz erscheinen müssen, war keine Zeit für tränenreiche Abschiedszeremonien. So vergassen wir sogar, ein Schluss-Unsie zu machen.

Eine erlebnisreiche Reise ist zu Ende und so bedanke ich mich an dieser Stelle bei all jenen, von denen wir auf diversen Kanälen lesen durften. Nach längerer Absenz mal wieder einen Reiseblog in dieser Ausführlichkeit zu schreiben, war zwar anstrengend. Die vielen tollen Fotos werden mich allerdings noch lange Zeit erfreuen. Danke für die vielen positiven Rückmeldungen eurerseits. Und last but least ein riesengrosses Merci an Maya, denn sie „verlor“ mich einige Stunden an den Blog. Glücklicherweise teilen wir das Hobby und dank zweier Laptops hatten wir stets mit unseren Fotos zu tun 🙂

Das wars! Danke und bye bye…

PS: es folgen sicher noch die Fotos vom Schiffsausflug mit Lazy Otter Tours…

Link zu unserer Reisekarte

4 Comments

  1. Lieber Erich, liebe Maya
    Ganz herzlichen Dank für den Blog mit den ausgezeichneten Fotos. Mit grossem Interesse verfolgte ich euren Aufenthalt in Alaska. Ich wünsche euch ein ganz gutes Ankommen in der Schweiz und freue mich natürlich sehr auf weitere Fotos.
    Mit eme liebe Gruess
    Peter

  2. Schön seid ihr wohlbehalten zurück in der Heimat. Die momentane Wärme dürfte dir Erich, nicht behagen…
    Es war sehr interessant eure Reiseberichte zu lesen und die supertollen Fotos anzuschauen. Vielen Dank! Ich wünsche euch einen guten Start ins Arbeitsleben.
    Liebe Grüsse Beat

    • So rund 10 Grad kühler würde mir besser liegen, und auch das mit dem Heimbringen von Regen scheint nicht so richtig geklappt zu haben! Der Start ins Arbeitsleben befindet sich in einem „laufenden Prozess“…

Ich freue mich stets über eure Kommentare, lobenden Worte, Fragen und natürlich auch Kritik (welche ich umgehend löschen werde ;-) ).

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