Von der Maclaren Lodge nach Fairbanks
Es war kein böses Erwachen, doch etwas verwirrt war ich zuerst schon. Maya rüttelte und schüttelte mich, es waren keine drei Stunden seit dem Zubettgehen vergangen. Sie zeigte mir ganz aufgeregt ein Handybild der aktuellen Nordlicht-Situation draussen vor der Zimmertür. Ein Blick auf die Uhr zeigte kurz vor vier Uhr in der Früh. Wie von der Tarantel gestochen stürzten wir uns wieder in die warmen Kleider und schlafwandelten erneut an das Ufer des Maclaren River. Der Ausflug hat sich absolut gelohnt und ich bin Maya extrem dankbar, dass sie mich trotz ihres anfänglichen Zweifels aus meinen Träumen riss.





Nach dieser aufregenden Zeit am Ufer folgte die dritte Etappe unserer Nacht. Die wurde folglich nicht mehr künstlich unterbrochen und irgendwann nach Acht wachte ich ganz natürlich auf. Draussen wiederum ein strahlender Morgen. Die Temperaturen fielen in der Nacht unter Null, was ich so erst jetzt realisierte. Nachts am Ufer hatte ich wohl noch R(N)estwärme in mir.











Die noch verbleibenden 20 Meilen auf unasphaltiertem Denali Highway überstanden wir ohne technische Blessuren am Auto. Mir gefiel das Fahren rund um die Schlaglöcher ausserordentlich gut, mit 50 mph und voller Konzentration war es fast meditativ. Trotzdem war ich über die in Sichtweite kommende befestigte Strasse nicht unglücklich…



Mit diesem Kracher-Foto (finde ich) fand unsere Fahrt über den Denali Highway einen krönenden Abschluss. Ein paar Meilen weiter trafen wir auf den Richardson Highway, wo wir in Richtung Norden und damit Fairbanks – unserem heutigen Ziel – abbogen. Diese Strasse führt von Valdez im Süden bis eben nach Fairbanks und durchquert dabei die Central Alaska Range.









In Delta Junction legten wir nur einen kurzen Tank- und Kaffeestopp ein, übergaben bei der lokalen Poststelle ein paar Karten in die Hände des staatlichen Postservice und düsten sogleich weiter. Selbstverständlich stets mit Augen für sich lohnende Fotosujets.






Schliesslich erreichten wir unsere neue Heimat auf Zeit, eine kleine Stadtwohnung im Südwesten von Fairbanks. Hier bleiben wir nun für ein paar Tage, stets in der Hoffnung auf gutes Wetter und Nordlichter. Die Einbürgerung wird Ende Woche beantragt.



Noch völlig im Nordlicht-Fieber versuchten wir es auch heute Abend mit unserem Glück. Dazu fuhren wir zuerst wieder 65 Meilen zurück in den Süden, um dort am Chena River die Berge im Süden bei abendlicher Dämmerung ins beste Licht zu rücken, Dieses Vorhaben glückte einigermassen. Danach verbrachten wir 3 Stunden schlafend im Auto, um auf die Nordlichter am Birch Lake zu warten. Etwas spinnen hat ja noch nie geschadet! Nun, leider wurden wir nicht belohnt. Einerseits krochen Vorboten des prognostizierten Regenwetters auf, andererseits gab es schlicht zu wenig Nordlichtaktivität.






Du hast uns nicht zu viel versprochen und uns wieder mit einer Vielfalt an Fotomotiven verwöhnt. Bei den bunten Herbstfarben und Landschaftsbildern vergisst man fast, dass es bei euch sehr kalt ist. Das Gelb der Bäume erlebt man bei uns in dieser Intensität nur im Engadin. Mit den Nordlichtern (an Fredus Geburtstag) würdest du sicher einen Fotopreis gewinnen.
Euer AirBNB, das ihr für sechs Nächte bewohnt, lässt sich sehen.
Wir sind bereits auf die nächsten Fotohighlights gespannt.
Ich sagte Maya in der Nacht vom 14. September noch, dass „oben“ wohl gefeiert wird…🥳 Das Naturspektakel war ein deutliches Zeichen!
Hallo Erich
Eindrückliche Bilder von den Nordlichtern und den Bergen mit der Startrampe. Ich verfolge deine Berichte wenn möglich jedes Mal mit Spannung und Freude. Ich wünsch euch noch viele schöne Tage.
Lieber Gruss
Ernst
Danke dir und liebe Grüsse in den Sand 😎
Hallo ihr beiden
Gerade aus meinem Urlaub zurück, wollte ich natürlich gleich mal schauen, wie es euch geht,….. und dann haut ihr mich mit diesen absolut grandiosen Fotos, Eindrücken und deinen so lebendigen Kommentaren einfach komplett um.
Ich bin platt wie eine Flunder, so sehr bin ich beeindruckt! Es ist wirklich, als würde ich eure Reise gerade selbst miterleben. Du beschreibst das alles so wunderbar lebendig, persönlich und eindrücklich, dass man beim Lesen sofort mittendrin ist und ein Gefühl für die Orte, die Stimmung und eure Erlebnisse bekommt.
Vielen, vielen Dank und ich freue mich schon auf alles, was noch kommt.
Herzliche Grüsse aus Zofingen
Herzlichen Dank Monika für deine lobenden Worte, ich erröte…😊
Geniale Fotos! Danke dass ihr uns „fotografisch“ (komisches Wort), teilhaben lasst
Liebe Grüsse Beat
Danke dir Beat, wir nehmen euch gerne mit 😊
Auso, das Startrampe-Foto, das esch de Hammer 😍😍.
Au s Einte met em Nordliecht, gseht us wie ea UFO…. voll genial.
Danke für die viele Iidrück.
Danke Thomas för dis Kompliment 🙂