Herbstliches Alaska – Tag 17

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Von der Maclaren Lodge nach Fairbanks

Es war kein böses Erwachen, doch etwas verwirrt war ich zuerst schon. Maya rüttelte und schüttelte mich, es waren keine drei Stunden seit dem Zubettgehen vergangen. Sie zeigte mir ganz aufgeregt ein Handybild der aktuellen Nordlicht-Situation draussen vor der Zimmertür. Ein Blick auf die Uhr zeigte kurz vor vier Uhr in der Früh. Wie von der Tarantel gestochen stürzten wir uns wieder in die warmen Kleider und schlafwandelten erneut an das Ufer des Maclaren River. Der Ausflug hat sich absolut gelohnt und ich bin Maya extrem dankbar, dass sie mich trotz ihres anfänglichen Zweifels aus meinen Träumen riss.

Nach dieser aufregenden Zeit am Ufer folgte die dritte Etappe unserer Nacht. Die wurde folglich nicht mehr künstlich unterbrochen und irgendwann nach Acht wachte ich ganz natürlich auf. Draussen wiederum ein strahlender Morgen. Die Temperaturen fielen in der Nacht unter Null, was ich so erst jetzt realisierte. Nachts am Ufer hatte ich wohl noch R(N)estwärme in mir.

Die noch verbleibenden 20 Meilen auf unasphaltiertem Denali Highway überstanden wir ohne technische Blessuren am Auto. Mir gefiel das Fahren rund um die Schlaglöcher ausserordentlich gut, mit 50 mph und voller Konzentration war es fast meditativ. Trotzdem war ich über die in Sichtweite kommende befestigte Strasse nicht unglücklich…

Startrampe in die Berge: links „Thorkona“, rechts „The Thorn“

Mit diesem Kracher-Foto (finde ich) fand unsere Fahrt über den Denali Highway einen krönenden Abschluss. Ein paar Meilen weiter trafen wir auf den Richardson Highway, wo wir in Richtung Norden und damit Fairbanks – unserem heutigen Ziel – abbogen. Diese Strasse führt von Valdez im Süden bis eben nach Fairbanks und durchquert dabei die Central Alaska Range.

In Delta Junction legten wir nur einen kurzen Tank- und Kaffeestopp ein, übergaben bei der lokalen Poststelle ein paar Karten in die Hände des staatlichen Postservice und düsten sogleich weiter. Selbstverständlich stets mit Augen für sich lohnende Fotosujets.

Schliesslich erreichten wir unsere neue Heimat auf Zeit, eine kleine Stadtwohnung im Südwesten von Fairbanks. Hier bleiben wir nun für ein paar Tage, stets in der Hoffnung auf gutes Wetter und Nordlichter. Die Einbürgerung wird Ende Woche beantragt.

Noch völlig im Nordlicht-Fieber versuchten wir es auch heute Abend mit unserem Glück. Dazu fuhren wir zuerst wieder 65 Meilen zurück in den Süden, um dort am Chena River die Berge im Süden bei abendlicher Dämmerung ins beste Licht zu rücken, Dieses Vorhaben glückte einigermassen. Danach verbrachten wir 3 Stunden schlafend im Auto, um auf die Nordlichter am Birch Lake zu warten. Etwas spinnen hat ja noch nie geschadet! Nun, leider wurden wir nicht belohnt. Einerseits krochen Vorboten des prognostizierten Regenwetters auf, andererseits gab es schlicht zu wenig Nordlichtaktivität.

Link zu unserer Reisekarte

Ich freue mich stets über eure Kommentare, lobenden Worte, Fragen und natürlich auch Kritik (welche ich umgehend löschen werde ;-) ).

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