Herbstliches Alaska – Tag 2

Boote, soweit das Auge reicht

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Mein Tag begann bereits früh: kurz nach 4 Uhr in der Früh war nicht mehr an Schlaf zu denken. Der Jetlag machte sich bemerkbar, die innere Uhr stand zu diesem Zeitpunkt auf 14 Uhr. Auch Maya erging es nicht viel besser. Nun, so blieb uns mehr Zeit für den morgendlichen Stadtspaziergang und der Suche nach einem Café. Dank Google war die Suche erfolgreich und wir freuten uns auf ein erstes gesundes Zmorge à la americaine. Gesättigt dislozierten wir erneut Richtung Flughafen, um dort unser Mietauto für die nächsten vier Tage abzuholen.

Somit war der erste Themenblock des Tages abgehakt, es folgte der zweite. Wir verschoben uns ans nördliche Ende des befahrbaren Teils rund um Kodiak, genauer zum White Sands Beach. Die Fahrt dorthin dauert von Kodiaks Downtown rund 20 Minuten. Dort angekommen erkundeten wir zuerst besagten Strand. Wir trafen auf Lachse, Möwen und sogar ein erster Weisskopfseeadler flog uns vor die Linse.

Es folgte der sportliche Teil des Tages, eine kleine Wanderung in Richtung Termination Point. Überraschend gut ausgeschildert folgten wir dem sehr abwechslungsreichen Pfad. Zuerst entlang der Küste in Richtung Osten. Das feuchte Klima sorgt hier für wunderschöne Mooslandschaften. Die Bäume beziehungsweise toten Baumstämme sind teilweise komplett überwachsen, was uns beide total begeisterte. Bären bekamen wir leider nicht zu Gesicht, was einerseits beruhigend war und andererseits auch eine kleine Enttäuschung hervorrief. Immerhin: ein Eichhörnchen wartete seelenruhig, bis wir unsere Fotos von ihm im Kasten hatten.

Inklusive Strandfototour dauerte unser nachmittägliches Sportprogramm rund vier Stunden. Die letzte Nacht, welche von uns beiden zwar das Prädikat „Gut“ erhielt, war trotz alledem kurz und unsere Energiespeicher daher ziemlich geleert. So kehrten wir zu einem kurzen Boxenstopp zurück ins Buoy Bell. Das folgende Nachtessen beim Koreaner war nicht der Rede, geschweige denn der Fotos wert. Halb so schlimm, es schmeckte nicht schlecht und wir sind satt. Zum Tagesabschluss steuerte ich unseren Toyota über eine Rumpelpiste hoch auf den Hausberg von Kodiak, den Pillar Mountain. Ein toller Rundumblick wäre garantiert, stünden da nicht auch noch 6 Windräder, die nur semi-motiviert für Strom sorgen.

Nicht völlig überrascht waren wir, dass hier oben der Wind unangenehm kühl und einigermassen mit Schwung über die Hügelkette zog. Unter diesen Umständen den Sonnenuntergang abzuwarten, war angesichts der langsam überhand nehmenden Müdigkeit (der Jetlag!) ein Ding der Unmöglichkeit. Also zurück ins heimelige Buoy Bell und Blog schreiben.

1 Comment

  1. Wie sind von den Mooslandschaften auch begeistert. Das Eichhörnchen ist uns definitiv lieber, als ein Bär. So müssen wir nicht Angst um euch haben. Trotz Jetlag hast du uns uns mit einem ausführlichen Tagesbericht verwöhnt.
    Herzliche Grüsse aus dem sommerlichen Olten
    Ursi und Hugo

Ich freue mich stets über eure Kommentare, lobenden Worte, Fragen und natürlich auch Kritik (welche ich umgehend löschen werde ;-) ).

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