Herbstliches Alaska – Tag 19

Ein paar Eindrücke von der Fahrt...

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Eine kleine Reise im Denali Star Train

Fotografiert hatte ich den Denali Star Train in den letzten sieben Tagen ja schon zur Genüge, angefangen mit den Fotos unseres 12. Reisetages in Talkeetna. Nun war es an der Zeit, mal selber mit diesem Paradezug der Alaska Railroad mitzufahren. Nicht über die volle Distanz bis Anchorage, denn das dauert ganze 12 Stunden. Nein, einfach eine Teilstrecke und dann wieder zurück an den Ausgangspunkt. Die Idee stand schon damals im Februar 2024 bei der damaligen Reise mit Pipo im Raum, wurde jedoch aufgrund der im Januar/Februar extrem dünnen Fahrplanlage verworfen.

Unsere Plätze waren eingenommen, alle Passagiere an Bord, die Fahrt konnte somit beginnen. Pünktlich (!) um 08:20 Uhr setzte sich der Denali Star in Bewegung. Es galt, zuerst den Kurs richtig zu setzen, was eine kleine Schlaufe durch den Rangierbahnhof bedeutete. Die geschafft, nahm der Zug Tempo auf. Draussen prasselte der Regen auf die grossen Panoramafenster, der Gang auf die offene Aussichtplattform war den Hartgesottenen vorbehalten.

Doch es blieb auch gar keine Zeit für Fotografie, denn schon kurz nach der Abfahrt wurden wir von der Zugchefin informiert, dass es nun Frühstück gibt. In unserem gebuchten GoldStar Service war das Frühstück sowie sämtliche nichtalkoholischen Getränke inkludiert. Alkoholisches Gesöff war auf zwei pro Person begrenzt, was einige Mitreisende geschwind ausnützten – zum Beispiel mit einem Bloody Mary um halb Neun…

Nach rund 90 Fahrminuten überquerten wir in Nenana den Tanana River. Noch immer schüttete es vom Himmel, die Kameras mussten ihre Regenfestigkeit beweisen. Etwas häufiger zum Einsatz kam das iPhone, um damit kurze Videos zu drehen. Immer wieder wärmt es mir das Herz, wenn – wie heute an unserer Zugspitze – zwei Mal 4300 PS hochgefahren werden und mich der Duft von frischen Dieselabgasen umweht.

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Für Freunde des gepflegten Dieselsounds: Lautstärkeregler aufdrehen!

Mit fortschreitender Fahrt Richtung Denali Park wurde das Wetter freundlicher. Den Regen liessen wir hinter uns, und in sehr seltenen Fällen drückte die Sonne ganz sanft durch die Wolkendecke. Die offene Plattform war nun stärker besucht, wenn auch meistens nur für kurze Zeit. Denn trocken war es zwar nun, doch die Temperatur im einstelligen Bereich in Kombination mit dem Fahrtwind sorgten für frostige Verhältnisse. Ich war dick eingepackt und verbrachte je länger je mehr Zeit draussen. Die Fahrt durch den Nenana River Canyon war zu verlockend, um drinnen zu sitzen.

Mit fünfminütiger Verspätung rollten wir am Bahnhof von Denali Park ein. Dies war für Maya und mich der Endpunkt für den Moment. Knapp vier Stunden Zeit blieben uns hier, um einen Rundgang auf dem Gelände des Besucherzentrums zu machen. Etwas, dass wir in den Tagen zuvor bewusst ausgelassen hatten, um es für den heutigen Tag aufzusparen.

Erster Programmpunkt war ein kurzer Spaziergang zur Riley Creek Eisenbahnbrücke, welche wir vor vier Tagen aus grösserer Distanz fotografierten. Es folgte ein Besuch im Morino Grill, welcher zwar noch offen, doch mit sehr reduziertem Angebot betrieben wurde. An der Ausgabestelle fürs Essen wurde bereits fleissig geputzt. Immerhin, es gab noch Salat, Getränke und Kaffee mit Cookies. Deutliche Zeichen des nahenden Saisonendes.

Petrus war uns gut gesinnt. Während der knapp vier Stunden im Denali Park Village war es trocken und so nutzten wir die Zeit für einen weiteren Spaziergang im lauschigen Wäldchen.

Nachdem wir unsere Tickets am Check-In ergattert hatten, warteten wir auf den allerletzten, nordwärts fahrenden Denali Star Train dieser Saison. Dieser wird morgen Donnerstag zurück nach Anchorage fahren und damit in den Winterschlaf geschickt. Mit einer kleinen Verspätung traf er in Denali Park ein, holte diese während der langen Fahrt nach Fairbanks jedoch wieder ein.

Dass wir es mit dem Wetter gut breichten, zeigte sich kurz nach der Abfahrt. Kein fünf Minuten waren wir unterwegs, da begann es erneut zu schütten. Und so verbrachten wir die restliche Fahrt mit Nachtessen, Podcast hören und etwas aus dem Fenster schauen. Fotos schoss ich heute Morgen ja schon zur Genüge.

Schlussendlich trafen wir in Fairbankse ein – mit sage und schreibe fünf Minuten Vorsprung auf den Fahrplan. Sowas bringt nicht mal die SBB fertig!

Link zu unserer Reisekarte

1 Comment

  1. Die gleiche Lackierung wie die BOB 😎
    P.S. WAB hat auch noch eine Diesellok
    Gruess vomene angehende Isebähnler

Ich freue mich stets über eure Kommentare, lobenden Worte, Fragen und natürlich auch Kritik (welche ich umgehend löschen werde ;-) ).

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