Hochtourenwoche 2020 – Tag 2 Cha. Coaz CAS - Cha. da Tschierva CAS

Erleichterte Wandergruppe Hummel/Abt

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Da wir die Coazhütte ganz für uns alleine hatten, verbrachten wir eine wunderbar ruhige Nacht in der gemütlichen Unterkunft. Der Wecker meldete sich um halb fünf. Meine drei Gspänli machten sich auf, den 3387 Meter hohen „Il Chapütschin“ zu besteigen. Solidarisch wie ich bin, kroch ich ebenfalls unter der warmen Bettdecke hervor. Natürlich nicht unfreiwillig, denn die stimmungsvollsten Fotos gelingen halt meistens frühmorgens oder dann abends. Und wie gestern bereits erwähnt schleppte ich meine grosse Kamera aus genau diesem Grund mit mir mit.

Kurz nach halb sechs brechen die drei Bergsteiger auf
Die Wolken krallen sich noch immer an den Bergen fest
Morgendlicher Blick ins von Wasseradern durchzogene Val Roseg
Feinster Puderzucker überzieht die Berg- und Gletscherlandschaft
Friedliche Morgenstimmung im Val Roseg
Der Lej da Vadret bietet sich für fotografische Experimente geradezu an
Meine drei Gspänli auf dem Vadret da Chapütschin

Kurz nachdem ich Dani, Oli und Sandra auf dem Chapütschin-Gletscher fotografisch „erwischte“, meldete sich mein Bruder telefonisch bei mir. Aufgrund der besonderen Umstände (der viele Niederschlag und die kalten Temperaturen sorgten für viel Eis auf den Felsen) kamen die drei langsamer voran als geplant. Sie entschieden deshalb, die Tour abzubrechen und zur Hütte zurückzukehren. Um zehn Uhr kehrten sie gesund zurück. Nach einem wärmenden Getränk packten wir unsere Siebensachen und verabschiedeten uns von unserer Gastgeberin Ursula und der gemütlichen Coazhütte.

Unser Tagesziel ist hier nicht vermerkt, aber wir werden’s schon finden
Zum Abschied ein Blick zurück
Hinunter geht es zum Lej da Vadret
Das Ufer ist erreicht
Nun müssen wir irgendwie die andere Talseite erreichen
Die von Hüttenchefin Ursula beschriebene „Seilbahn“ haben wir gefunden

Hüttenwartin Ursula erklärte uns, dass für den Wechsel der Talseite eine kleine Seilbahn über den Bergbach existiert. Man kann sich dadurch ein paar Kilometer Umweg sparen. Wir wurden fündig. Es fehlte ein Freiwilliger, der die Einrichtung prüfte. Ich fand, dass derjenige mit dem grössten Kampfgewicht dafür ideal wäre. Und schon nahm ich Platz auf der einplätzigen Gondel… Vor lauter Aufregung verpasste ich es, mitten über dem reissenden Bach ein Erinnerungsfoto zu schiessen. Sobald ich das Film- und Fotomaterial der anderen erhalten habe, liefere ich nach.

Nun wagt sich Oli über den Bergbach
Trotz mit Wasser gefüllten Schuhen sicher am anderen Ufer angekommen
Es folgt Sandra und…
…auch Dani erreicht das andere Ufer sicher
Erleichterte Wandergruppe Hummel/Abt
Der (nicht vorhandene) Wanderweg führt quer durch üppiges Grün
Diese Geröllhalde sind wir soeben hochgekraxelt

Kurz nachdem wir den offiziellen Wanderweg zur Tschiervahütte erreichten, erhielt unsere Gruppe Zuwachs durch Thömu und Linda. Die beiden entschieden sich aufgrund der gestrigen Wetteraussichten, erst heute anzureisen.

Die jetzt vollständige Gruppe auf dem Weg zur Tschiervahütte
Das Wetter macht das, was prognostiziert wurde: es wird schlechter
Steile Wände hinter der Hütte
Nur noch ein paar Meter und noch ist es trocken
Am Ziel von heute: Chamanna da Tschierva CAS

Jetzt, wo ich den Blog schreibe, merke ich, dass ich ziemlich eingerostet bin. Nicht nur körperlich (das war mir klar), sondern auch geistig und fotografisch. Worte wollen mir beim Schreiben nicht einfallen und Fotos von der Hütteeinrichtung fehlen gänzlich. Nun, die finden Interessierte auch auf der Homepage der jeweiligen Hütten. Vom Nachtessen gibt es immerhin das Dessert zu sehen 🙂

Ein Caramelköpfli rundet das ebenfalls wieder sehr feine Znacht ab
Ob das Kartenstudium nach der Flasche Rotwein wohl noch was bringt?
Unsere heutige Tour

1 Kommentar

  1. Das Aufstehen hat sich für dich ja mehr gelohnt als für die anderen! Auf jeden Fall gab’s ein paar tolle Bilder

Ich freue mich stets über eure Kommentare, lobenden Worte, Fragen und natürlich auch Kritik (welche ich umgehend löschen werde ;-) ).

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