Hochtourenwoche 2018 – Tag 4 Hollandiahütte - Fafleralp (1795 müM)

Einmarsch auf der Fafleralp

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Nach drei Tagen in der Gletscherwelt sollten wir heute gemäss dem Tourenplan von Thömu zurück in die Zivilisation kommen, genauer auf die Fafleralp, zuhinderst im Lötschental. Das hiess für das Marschprogramm nur eines: runter, runter, runter. Definitiv nicht meine Lieblingsdisziplin! Der Tag startete wie schon gestern nicht allzu früh, wir passten uns den anderen Gästen an. Ich benötigte den Wecker nicht mehr, hatte mich an die Zeiten gewöhnt. So stand ich um viertel nach sechs geputzt und gestrählt parat für’s Zmorge.

Die ersten sechs Gäste sind schon weg, im Aufenthaltsraum ist wieder Ruhe vor dem 2. Sturm
Im Osten zeigen sich schöne Farbstimmungen
Aber auch der Blick in den Westen gefällt
Das Lötschentaler Breithorn (links) und das Bietschhorn (rechts) werden von der Morgensonne angelacht

Nach dem Prachtstag von gestern mit viel Sonnenschein sagten die Prognosen für heute Nachmittag Regen voraus, welcher ca. 15 Uhr einsetzen könnte. Bis zur Fafleralp benötigt man rund 5 Stunden, somit für uns kein Anlass zur Sorge. Bis alle fertig gepackt hatten, brauchte es nach dem Frühstück noch ein paar Minuten, schlussendlich starteten wir um 07:10 Uhr mit dem Abstieg von der Hütte via Klettersteig. Die beiden Gipfelstürmer Dani und Thömu wären ohne mich wahrscheinlich doppelt so schnell am Fuss des Klettersteigs gewesen. Mir war das teilweise etwas zu rutschig, aber sichern konnte man sich überall sehr gut – was ich auch tat. Naja, auch ich schaffte die 130 Meter runter…

Die Hütte im schönen Morgenlicht
Parat für den Abstieg
Rauf wäre mir lieber gewesen als runter
Die Hütte ist schon einige Meter über uns
Dani gab mir gute Tipps, wo der nächste sichere Tritt ist
Am Fuss des Klettersteigs, wechseln wir auf den Langgletscher
Die Hollandiahütte hoch über der Lötschenlücke
Bereits verlassen wir den Gletscher wieder und…
…steigen ab durchs Geröll- und Felslabyrinth
Das Schmelzwasser sprudelt ins Tal
Langsam kommt Licht ins Dunkel, unser Mittagshalt, die Anenhütte kommt näher
Doch zuerst geht’s nochmal steil nach unten
Fast vergessen Blüemli zu fotografieren… sofort nachholen
Den Weg zu finden war nicht immer einfach
Letzte Schritte auf dem Gletscher, ehe wir wieder zu normalen Wanderern wurden
Das schaut dann so aus
Der Wegweiser verrät uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind
Die Anenhütte, ein äusserst spezieller Bau inmitten der Bergwelt

Kurz vor 11 Uhr erreichten wir unsere „Raststätte“, die Anenhütte. Der Anblick sehr gewöhnungsbedürftig und – zumindest in meinen Augen – nicht unpassend. Unterdessen waren wir knapp 4 Stunden unterwegs und hatten erst etwas mehr als die halbe Wegstrecke zurückgelegt. Teilweise war es etwas knifflig, den optimalen Weg zu finden. Und als wir dann etwas oberhalb der Anenhütte zu „normalen“ Wanderern wurden, war meine Konzentration weg und schon rutschte ich saublöd aus. Nun, der rechte Knöchel hat sicher was abbekommen.

Schmerzen hin oder her, wir genossen die Sonnenterrasse auf der Anenhütte und genehmigten uns eine Stärkung in Form von Käseschnitten und Kuchen. Voller Energie machten wir uns an die restlichen 5,5 Kilometer, welche wir in 90 Minuten hinter uns brachten.

So lässt sich’s leben
Wir starten zur zweiten Etappe unserer heutigen Tour
Unterwegs treffen wir auf Zaungäste…
…welche bereitwillig posieren
Windschiefe Wegweiser helfen uns runter ins Tal zu finden
Die Baumgrenze ist erreicht
Fast schon urwaldmässig hier
Sehr weit oben die Lötschenlücke und auch die Anenhütte ist schon relativ klein
Der Schlussabstieg
Einmarsch auf der Fafleralp
Das verdiente Panaché, gaaaaanz weit hinten die Lötschenlücke

Bei der Ankunft auf der Fafleralp präsentierte sich das Wetter noch wolkenlos, und ich zweifelte mal wieder an der Qualität der Wetterfrösche. Doch fast von der einen auf die andere Minute zog sich der Himmel zu und wir marschierten zügig die letzten 10 Minuten hinüber zu unserem heutigen Nachtquartier, dem Hotel Fafleralp. Das Hotel besteht aus mehreren Gebäuden, bis auf eines (da wo Thömu nächtigte) sind alle sehr schön renoviert und modern eingerichtet. Beim Betreten hatten ich und mein Bruder fast einen kleinen Kulturschock, eigenes Zimmer mit eigenem Bad waren wir uns nicht mehr gewohnt…

Die dunklen Wolken künden den Regen an, als wir zum Hotel laufen
Einchecken im Hotel Fafleralp
In diesem kleinen Chalet war das Zimmer von mir und Dani
Edel, edel…
Ganz für uns alleine!
Im Zimmer von Thömu war die Einrichtung etwas rudimentärer, aber es gibt für alles eine Lösung

Kaum waren wir im Zimmer, begann es draussen zu schütten. Perfektes Timing! Ich schaute draussen den Tropfen zu und legte mich nach der hochwillkommenen Dusche etwas auf’s Bett. Mein Knöchel machte mir Sorgen, aber den Entscheid ob Heimreise oder Tourfortsetzung vertagte ich noch etwas.

Die Regenfront war schnell durch, schon drückte wieder die Sonne
Drei urige Gestalten
Auch der Speisesaal war urig
Wie in den SAC-Hütten bekamen wir auch hier einen Viergänger serviert
Insgesamt nur zu empfehlen, das Hotel Fafleralp!
Diese Käseauswahl für 14 Franken rundete das Essen wunderbar ab. Andernorts hätte ich vor einem Monat dafür wohl 80 Stutz hingeblättert…

Tagesfakten: 13km, 5h24min, 152m Aufstieg, 1544m Abstieg

Die heutige Tour auf SchweizMobil
Die Sicht auf Google Earth

 

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