Gokyo-Everest-Trekking – Tag 19 Lukla - Kathmandu

...nebelverhangenen Tälern...

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Ich liege in einem weiss bezogenen Bett, schreibe meinen heutigen Beitrag. Der Schlafsack liegt zum Auslüften und -trocknen im Zimmer, wird aber die nächste Nacht nicht mehr zum Einsatz kommen. Gerade eben bin ich zurückgekommen vom gediegenen Sunrise Restaurant im Hotel Yak & Yeti, wo ich und mein Bruder uns durchs Buffet geschlemmt haben. Für den Moment macht es auf mich einen noch sehr unwirklichen Eindruck, fast ein wenig wie ein Traum. Doch beginnen wir den Tag doch von vorn…

Nach einer letzten Sternenfotografie-Runde in Lukla ging ich gestern Abend rechtzeitig zu Bett, da wir heute bereits um 5 Uhr aufstehen mussten. Die Lukla-Flüge finden ja wetterbedingt üblicherweise sehr früh am Morgen statt. Man weiss halt einfach nie, wann genau. Wie von den letzten gut zwei Wochen gewohnt, fanden sich alle unserer Gruppe pünktlich zum Frühstück ein, die Taschen gepackt und parat für den abenteuerlichen Flug nach Kathmandu.

Wie bereits gestern von Hanspeter angekündigt, hiess es um 6 Uhr Aufbruch in Richtung Flugplatz. Was von der Tür unserer Lodge bis zum Eingang des „Terminals“ ganze 15 Schritte waren. So nah werde ich wohl nie mehr bei einem Flughafen nächtigen…

Kürzer geht nimmer: von der Lodge zum Airport in 10 Sekunden

In der Abflughalle dann bereits ein emsiges Treiben. Hier die Nerven zu behalten, ist kein leichtes Unterfangen. Aber die helfenden Hände unserer lokalen Aktivferien-Guides machten alles sehr einfach. Schnell war unser Gepäck eingecheckt (total 43kg Übergewicht = 10’000 Rupien oder ca. 100 CHF Gebühren). Wir verabschiedeten uns ein letztes Mal von Gelje und Sonam, die hier zurückblieben. Te Kumar begleitete uns bis Kathmandu. Nach dem Sicherheits-Check fanden wir uns in der Abflughalle wieder, wo eine extrem aufgekratzte Stimmung herrschte. Als um viertel vor Sieben die erste Maschine aus Kathmandu landete, fing der Trubel erst richtig an: die Flieger parkieren auf einem der vier Standplätze, die ankommenden Passagiere steigen aus. Ein Mitarbeiter der Airline schreit in die Abflughalle rein, welcher Flug nun bereit für’s Boarding ist. Damit’s auch bis in die hinteren Ecken hörbar ist, schreien wir alle ein bisschen mit. Der Lärm von draussen ist gross, denn ein Propeller-Triebwerk bleibt für die Energieversorgung des Fliegers immer in Betrieb. Flug Sita Air Nr. 1 ist einer der ersten, der wieder rausgeht. Mit an Bord sind Hanspeter, Arleta und Te Kumar.

Im Gedränge der Check-in Halle verabschieden wir uns von Gelje und Sonam
Viel Betrieb in der Abflughalle, wir warten auf unseren Flug
Nervöses Treiben an der Tür zum Flugplatz-Vorfeld
Die ersten drei unserer Gruppe verlassen Lukla mit Flug „Sita Air 1“

Um 07.13 Uhr trifft unsere Maschine in Lukla ein, Flug Sita Air Nr. 2 wird ausgerufen und endlich dürfen auch wir raus in den Lärm. Ich stelle mir gerade vor, dass es wohl auf einem Flugzeugträger ähnlich zu und hergehen muss. Kaum ist der letzte ankommende Passagier ausgestiegen, beginnen wir mit dem Boarding. Selbstverständlich wird parallel dazu auch noch sämtliches Gepäck aus- und eingeladen. Ganze fünf Minuten (!) nach der Ankunft rollte das Flugzeug mit uns an Bord bereits wieder los, um auf der Piste 24 Anlauf zu holen für den spektakulärsten Start, den ich je erlebt habe!

Flug „Sita Air 2“ trifft ein und…
…parkiert auf dem Vorfeld
Während die letzten aussteigen, stehen wir schon parat zum Boarden
Wir sind ready for takeoff

Ein wahrlich erhebendes Gefühl! Beim Anschauen des Videos bekomme ich gleich wieder Gänsehaut…

Der 25-minütige Flug bis Kathmandu bot uns dann nochmals eine wunderschöne Sicht von oben auf einen kleinen Teil von Nepal’s Bergen. Wobei, von oben stimmt hier natürlich nicht ganz. Denn teilweise konnte man die Häuser, an denen man vorbeiflog, fast berühren.

Vorbei an schneebedeckten Gipfeln…
…nebelverhangenen Tälern…
…bebauten Hügeln…
…und schlussendlich über Kathmandu selber…
…setzen wir um 07.45 Uhr auf Piste 20 auf
Solange wir noch auf dem Flugfeld rollen, mache ich doch noch schnell ein Selfie
Kathmandu, 18 Grad, die Sonne brennt, die Frisur hält: 3-Wetter-Taft
Unser Flieger wird entladen und wir fahren mit dem Bus rüber zum Terminal

Am Domestic-Terminal wurden wir bereits von den drei vor uns abgeflogenen Kollegen erwartet. Sie hatten den Flug erwartungsgemäss auch gut überstanden und standen schon mit Gepäcktrolleys bereit. Schnell wurden unsere Taschen umgeladen und der gesamte Tross verschob sich in Richtung Parkplatz. Und da war es wieder, das fast schon vergessen gegangene Ding namens Automobil. Ganze 17 Tage lang habe ich keines gesehen. Gab es das überhaupt schon jemals? Ich glaube kaum. Nun, wir waren zu diesem Zeitpunkt froh um diese Erfindung, luden unsere roten Taschen auf’s Dach, stiegen ein und fuhren los in Richtung Hotel.

Zurück in der Grossstadt, wo…
…wir bereits erwartet wurden
Was wohl die maximale Dachlast wäre?
Falls mal jemand in Kathmandu ein Auto mit „CH“-Kleber sieht, wär’s wohl das von Aktivferien-Chef Mingmar

Die Fahrt zum Hotel verlief anders als noch vor 18 Tagen (wohl aufgrund der noch frühen Morgenstunden) glatt und zügig. Die Uhr zeigten noch nicht mal ganz halb Neun, als wir im Innenhof vom Yak & Yeti einfuhren.

Te Kumar noch hart am Arbeiten, wir schon drin im Hotel
Unser Gepäck wird in der Lobby gestapelt

Schön und gut, so früh im Hotel zu sein… der Nachteil dabei: die Zimmer sind noch nicht bereit. Wir machten es uns im Garten gemütlich, tranken Kaffee und Apero. Auch Guetzli von der German Bakery in Lukla fanden den Weg nach Kathmandu. So brachten wir die Stunden rum, bis um 12 Uhr der Startschuss für den Zimmerbezug fiel.

Gemütliches Beisammensein im Hotelgarten
Auch Haustiere halten sie hier
Eine wirklich gepflegte Anlage hier im Yak & Yeti
Um die Mittagszeit durften wir dann ins Zimmer, wo ich…
…sogleich all meinen technischen Schnickschnack ausbreitete
Nach dem Duschen bekam ich Appetit und verbrachte zusammen…
…mit Dani eine Stunde am herrlichen…
…Buffet im Yak & Yeti
Zur Krönung das Dessert

Ich sehe soeben, dass wir schon bald unseren nächsten Termin haben. Das Nachtessen ruft. Mal schauen, was uns Kathmandu zu bieten hat…

Auf Empfehlung besuchten wir die Pizzeria „Fire and Ice“
Es soll dort die besten Pizza’s von Kathmandu geben
Dann sind wir mal gespannt
Ein Blick in die Speisekarte
Die Vorfreude ist vorhanden
Tatsächlich! Ausgezeichnetes nepalesisches Essen 🙂
Danach ein ebenso ausgezeichneter Cappuccino und…
…ein von mir seit ein paar Tagen angekündigter Coupe Dänemark
Alles in allem hat’s für uns alle gerade mal rund 160 Franken gekostet; Prädikat sehr empfehlenswert!
Bei der Rückkehr ins Hotel musste ich gleich noch ein paar Fotos schiessen
Die nächtliche Szenerie mit künstlicher und mondlicher Beleuchtung war zu schön um nicht fotografiert zu werden
Der Eingangsbereich zum Hotel…
…Yak & Yeti

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2 Kommentar

  1. Ein wirklich geiles Video vom Start!Wünsche noch ne schöne Zeit und eine angenehme Rückreise! Echt toller und interessanter Bericht gewesen,hat Spass gemacht!!!

Ich freue mich über euer Feedback, Aufmunterungen und Lob! :-)

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