Rollercoaster Tour – Tag 3

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Tag 3 war irgendwie lustig. Speziell in verschiedener Hinsicht. Es begann alles ganz geordnet. Die Zeitumstellung scheint noch etwas zu wirken, denn ich war um halb Sieben bereits wieder wach. Der Wecker wäre zwar erst eine Stunde später gekommen, aber ich nützte die „geschenkte“ Stunde, um einen morgendlichen Spaziergang am Sandstrand vor unserem Hotel zu machen. Der Park liegt ja direkt am Lake Erie, welcher zu den fünf Grossen Seen gehört und einem das Gefühl gibt, man befinde sich am Meer.

Unser Hotel im Morgenlicht
Morgenkaffee im hoteleigenen Starbucks

Nach dem gemütlichen Kafichränzli beim Starbucks begann der verzwickte Teil des Tages. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, das Resultat aber war ein überflutetes Badzimmer und eine Horde Angestellter die sich alle um uns und unser Problem kümmerten. Nun, wir verbringen unsere zweite Nacht in einem anderen Zimmer…

Fragt nicht, wie ich das schaffte! 😉

Wir schafften es trotz dieser kleinen Episode, pünktlich zum „Early Entry“ um 9 Uhr vor dem Eingang des Parks zu stehen. Hotelgäste geniessen nämlich einen vorzeitigen Eintritt in den Park, um einen Teil der Bahnen vor dem grossen Ansturm des Fussvolkes fahren zu können. In der Theorie eine Super-Sache, praktisch jedoch muss das Ganze etwas differenziert betrachtet werden. Ich hatte mir einen Schlachtplan zurecht gelegt, um während der Stunde möglichst viele Bahnen abklappern zu können. Bahn 1: „closed due to mechanical problems, i’m sorry“. Gut, läuft also nicht, dann zur nächsten: dort ist noch immer Testbetrieb mit den Wasserdummies, also auf zu Bahn Nummer 3. Wir hatten unterdessen bereits rund drei Kilometer hinter uns (der Park ist riesig!), nahmen es aber gelassen und hakten die Übung unter Frühsport ab. Wenn ich schon beim Wort Sport bin, benutze ich die Gelegenheit, das gestern versprochene „fast“ noch näher zu erläutern.

Kurz zur Erinnerung: ich schrieb, dass unser Beginn der Rollercoaster-Tour nur fast perfekt war. Nun, als Florian gestern beim Testsitzen vor der ersten Achterbahn nur mit grösster Anstrengung den Gurt schliessen konnte, ahnte ich bereits Böses. Bei einer weiteren Bahn war beim besten Willen nichts zu machen. Ojeoje, in Gedanken war ich schon beim Ausstudieren eines Alternativprogramms. Zum Glück passte es aber den meisten Bahnen gerade noch so, weshalb wir nun unser Programm wie geplant durchziehen. Mit dem kleinen Makel, dass ich einige Attraktionen alleine fahren muss 🙁

Der Tag begann (wettertechnisch) freundlich
Gatekeeper, unsere heutige Aufwärmbahn zum Start des Tages
Zur Abwechslung etwas ruhiger mit der Steinzeit-Gondel
Mit blauem Himmel sieht’s doch gleich richtig freundlich aus
Noch immer meine Favoriten-Bahn
Knapp 100 Meter hoch…
…und sehr schnell!

Im Verlauf des Morgens setzte sich die Sonne mehr und mehr durch und sorgte für etwas willkommene Wärme, denn es war bloss wenig mehr als 10 Grad. Wir erfreuten uns an den vielen Achterbahnen, beschränkten es aber trotzdem auf die wirklich grossen Dinger. Kindergarten findet man auch im Europa-Park! 😉

Zwischenzeitlich folgten wir dem Knurren unserer Mägen und gingen dafür zurück ins Hotel, wo wir im wunderbaren Restaurant „TGI Friday’s“ für den Nachmittag stärkten. Auch eine kleine Pause inklusive Mittagsschlaf (ich bin alt!) lag für mich drin. Was früher völlig unvorstellbar war, nämlich für zwei Stunden NICHT Achterbahn zu fahren, ist heute überhaupt kein Problem. Das Alter halt…

Mittagessen mit Strandsicht
Noch ein wenig Blüemli

Nach der Mittagspause stellten wir auf dem Weg zurück zum Park fest, dass es verdächtig ruhig war. Und tatsächlich, die hatten keinen Strom mehr! Nicht’s ging mehr. Alles tot, keine Fressbude war offen, keine Bahn lief, nix, nada. Das Volk nahm es, soweit wir das beurteilen konnten, ruhig hin. Das färbte sich auch auf uns ab, wir spazierten erneut quer durch den ganzen Park und buchten es unter Sport ab. Interessanterweise war es dann der wohl grösste Stromfresser des Parks, welcher zuerst wieder in Betrieb ging. Top Thrill Dragster jagte die Besucher wieder auf die rund 125 Meter hoch, während rundherum noch alles im Winterschlaf war. Die Bahn liegt im hinteren Teil des Parks, welcher erst ab 19 Uhr und vier Stunden Stromausfall wieder Power zu haben schien. Im vorderen Teil bekamen sie das Problem einiges eher unter Kontrolle, so dass dort die Bahnen wieder funktionierten.

Sinnbildlich für den Stromausfall: Snoopy ging die Luft aus
Ja, wo blieb sie bloss, die Energy?!?

Leider erfüllte sich mein Wunsch nicht mehr, dass ich zum Schluss noch einmal mit meiner Lieblingsbahn, der Millennium Force, fahren konnte. Das Stromproblem war wohl zu gross. Ich verliess den Park trotzdem mit einem breiten Grinsen, denn als Krönung des Tages fuhren wir den Top Thrill Dragster innerhalb einer Stunde noch acht Mal. Das heisst acht Mal von 0 auf knapp 200 km/h in weniger als 4 Sekunden, kurz auf 125 Meter Höhe und senkrecht wieder runter. Ein Traum! Und genau das mache ich jetzt auch nächstens, träumen 🙂

Weiter zum Tag 4…

 

Ich freue mich über euer Feedback, Aufmunterungen und Lob! :-)

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