Hochtourenwoche 2016 – Tag 7 Finsteraarhornhütte - Berghaus Oberaar

Merci an alle!

Scrollen

Das Frühstück hatten wir heute, an unserem letzten Tag, aufgrund des relativ lockeren Programms erst auf 06.30 Uhr bestellt. Ich hätte somit quasi ausschlafen können, was ich als Hoffotograf unserer Gruppe natürlich nicht machte. Denn die perfekten Wetterbedingungen rissen mich förmlich aus dem Bett, hinaus aus der Hütte. Der Mond war während der Nacht aufgegangen und beleuchtete nun den Fieschergletscher. Ich nutzte die Gelegenheit und machte zwischen fünf und sechs Uhr noch einige Fotos von der beeindruckenden, nächtlichen Bergwelt.

Fieschergletscher kurz vor 5 Uhr in voller Pracht
Fieschergletscher kurz vor 5 Uhr in voller Pracht
In der Finsteraarhorn wuseln die ersten Bergsteiger rum
In der Finsteraarhorn wuseln die ersten Bergsteiger rum
Das Grosse Grünhorn (auch ein 4000er) unter dem Sternenhimmel
Das Grosse Grünhorn (auch ein 4000er) unter dem Sternenhimmel
Die Bergsteiger sind schon draussen, bald stehen die Nachzügler auf
Die Bergsteiger sind schon draussen, bald stehen die Nachzügler auf
Das Grosse Wannenhorn um 05.50 Uhr und...
Das Grosse Wannenhorn um 05.50 Uhr und…
...dasselbe rund 40 Minuten später
…dasselbe rund 40 Minuten später

Nach dem Zmorge verabschiedeten wir uns von Hüttenwart Hans und seiner Hütte. Wir hatten zwei tolle Tage hier oben in der Abgeschiedenheit verbracht. Ich für mich werde ganz sicher wieder mal hier vorbeischauen, eine wirklich schöner Ort! Kurz nach 7 Uhr starteten wir zu unserer letzten Etappe dieser Tour. Gemäss Planung standen uns gut 16 Kilometer bevor, meine Uhr zeigte dann bei der Ankunft sogar mehr als 18 an. Irgendwas dazwischen wird’s wohl gewesen sein. Wir rechneten mit ungefähr 7 Stunden Marschzeit, was schlussendlich exakt passte.

Schnellen Schrittes den Fiescher Gletscher runter
Schnellen Schrittes den Fiescher Gletscher runter
Galmigletscher
Galmigletscher
Blick vom Galmigletscher rüber zum eben überquerten Fieschergletscher
Blick vom Galmigletscher rüber zum eben überquerten Fieschergletscher
Matterhorn und das noch imposantere (finde ich!) Weisshorn in weiter Ferne
Matterhorn und das noch imposantere (finde ich!) Weisshorn in weiter Ferne
Kurz vor der Überschreitung des Oberaarjochs; die Hütte haben wir mangels Kuchen nicht besucht
Kurz vor der Überschreitung des Oberaarjochs; die Hütte haben wir mangels Kuchen nicht besucht
Der Oberaargletscher will kein Ende nehmen...
Der Oberaargletscher will kein Ende nehmen…

Es waren, wie fast immer an einem letzten Tag, zum Teil nicht enden wollende Kilometer. Ich persönlich fand vor allem den Teil vom Oberaarjoch runter zum See den mühsamsten. Fast 1000 Höhenmeter runter, alles über den Gletscher, zuerst noch in der Seilschaft, danach immerhin solo. Hier boten mir die – bedingt durch die herrschende, grosse Hitze – vielen Gletscherbächlein fotografische Abwechslung. Ich war fasziniert, wie sich das Wasser im ewigen Eis einen Weg bahnte und so zum Teil Riesenlöcher in der Gletscher frass.

Abwechslung für den Fotografen: Wildbäche fressen sich in den Gletscher...
Abwechslung für den Fotografen: Wildbäche fressen sich in den Gletscher…
...und man möchte sich fast runtertreiben lassen
…und man möchte sich fast runtertreiben lassen
Besser wohl doch nicht, es würde ein böses Ende nehmen!
Besser wohl doch nicht, es würde ein böses Ende nehmen!

Die letzten paar Kilometer entlang des Oberaar-Stausee war dann sozusagen eine Rückkehr sowohl in die Zivilisation als auch Vegetation. Plötzlich war’s wieder ungewohnt grün. Es kam mir vor, als hätte ich seit Wochen keine Blumen mehr gesehen, dabei waren’s doch bloss 4 Tage. Nach einer weiteren Stunde Wandern entlang des Sees erreichten wir schliesslich die Staumauer, was sozusagen die Ziellinie bedeutete. Unsere beiden Autos standen noch immer am selben Platz, schön aufgeheizt von der Sonne, welche auch heute für grandioses Wetter sorgte. Vergessen waren die ersten Tage unserer Woche, als wir noch pfläschnass wurden.

Falsche Richtung
Falsche Richtung
Schon fast wie im Dschungel
Schon fast wie im Dschungel
Ziellinie in Sicht
Ziellinie in Sicht

Zum gebührenden Abschluss gönnten wir uns noch etwas Feines im Grimsel Hospiz, wo sich dann unsere Wege trennten. Ich und mein Bruder in Richtung Leukerbad (zum Kuren), die anderen drei in die Heimat.

Imposante Hütte
Imposante Hütte
Zum Schluss eines meiner schlechtesten Selfies ;-)
Zum Schluss eines meiner schlechtesten Selfies 😉
Und schon befinden wir uns in Leukerbad, Material fein säuberlich ausgelegt
Und schon befinden wir uns in Leukerbad, Material fein säuberlich ausgelegt

Ein grosses Dankeschön an Dani, Thömu, Sandra und Oli für die tollen Tage. Es hat viel Spass gemacht und freue mich auf weitere Abenteuer in den Alpen 🙂

Merci an alle!
Merci an alle!

Ich freue mich über euer Feedback, Aufmunterungen und Lob! :-)

%d Bloggern gefällt das: