Hochtourenwoche 2016 – Tag 5 Oberaarjochhütte - Finsteraarhornhütte

Uralte und neue Hütte nebeneinander

Scrollen

Meine Güte, war das eine Nacht! Ich hatte mit fortschreitender Zeit je länger je mehr das Gefühl, dass der Platz immer enger wurde. Auf der einen Seite mein Bruder, auf der anderen Thömu. Um 4 Uhr wurde es mir ein erstes Mal zu bunt, stand auf und machte einen Ausflug auf’s WC. Als ich mich danach wieder hinlegte, hatte sich auf wundersame Weise die Platzsituation etwas entschärft – oder zumindest war es meine Wahrnehmung… Nun, die Nacht ging vorüber und niemand unserer Gruppe war so richtig erholt. Hüttennächte wie sie im Buche stehen! 🙂

Immerhin stand für den heutigen Tag keine grosse Tour bevor. Ziel des heutigen Tages war die Finsteraarhornhütte, welche sich in „nur“ ca. 8 Kilometer Distanz befindet. Auch Höhenmeter waren nicht allzu viele zu bewältigen, zuerst rund 550 abwärts, danach wieder knapp 400 nach oben. Das sollten wir schaffen…

Der morgendliche Blick von der Terrasse offenbarte...
Der morgendliche Blick von der Terrasse offenbarte…
...einen Blick auf den wolkenlosen Himmel,...
…einen Blick auf den wolkenlosen Himmel,…
...auf bekannte Walliser 4000er (Täschhorn/Dom, Matterhorn, Weisshorn)...
…auf bekannte Walliser 4000er (Täschhorn/Dom, Matterhorn, Weisshorn)…
...und auch das nahe gelegene Finsteraarhorn schaute durch die Wolken
…und auch das nahe gelegene Finsteraarhorn schaute durch die Wolken
Nach dem Zmorge bereits die erste Herausforderung: ...
Nach dem Zmorge bereits die erste Herausforderung: …
Der Abstieg von der Oberaarjochhütte
Der Abstieg von der Oberaarjochhütte
Mystische Morgenstimmung bei den Galmihörnern
Mystische Morgenstimmung bei den Galmihörnern
Auf dem Weg vom Studer- zum Galmigletscher
Auf dem Weg vom Studer- zum Galmigletscher
Der Gruppenfrechste zeigte mal wieder sein wahres Gesicht :-)
Der Gruppenfrechste zeigte mal wieder sein wahres Gesicht 🙂
Noch auf dem Galmigletscher sehen wir bereits rüber zum Fieschergletscher
Noch auf dem Galmigletscher sehen wir bereits rüber zum Fieschergletscher
Gleich ist der tiefste Punkt der heutigen Etappe erreicht
Gleich ist der tiefste Punkt der heutigen Etappe erreicht
Flab-Munition soweit das Auge reicht, denn hier übt im November jeweils das Militär
Flab-Munition soweit das Auge reicht, denn hier übt im November jeweils das Militär
Einladender Badesee
Einladender Badesee
Auf dem Fieschergletscher
Auf dem Fieschergletscher

Nach den Wettereskapaden der letzten Tage hatten wir heute zum ersten Mal während unserer Hochtourenwoche Sonne pur. Die morgendlichen Nebel-/Wolkenfetzen störten kaum. Im Gegenteil, sie sorgten aus fotografischer Sicht für etwas Pepp! Die Tour über die 3 Gletscher (Studer, Galmi und Fiescher) war kurzweilig. Zwar keine eigentlichen Höhepunkte, aber bei diesem Wetter war das auch gar nicht nötig. Nach ziemlich genau 4 Stunden on tour standen wir um exakt 11.30 Uhr auf der Terrasse der Finsteraarhornhütte. Wir waren die ersten und stellten mit grosser Freude fest, dass wir einen ganzen 12er-Schlag zu unserer Verfügung hatten. Und erst noch Einzelbetten! Das hatten wir uns nach letzter Nacht verdient 🙂 Auch die Verköstigung war wieder ganz nach meinem Geschmack: feine Rösti, Älplermagronen und Kuchen… Wunderbar!

Ankunft bei der Finsteraarhornhütte
Ankunft bei der Finsteraarhornhütte
Unsere Luxus-Suite mit 110 cm breiten Einzelbetten
Unsere Luxus-Suite mit 110 cm breiten Einzelbetten
Der Speise- und Aufenthaltsraum
Der Speise- und Aufenthaltsraum
Die grosse Zentralwäscherei
Die grosse Zentralwäscherei
Rösti und Älplermagronen - sensationell
Rösti und Älplermagronen – sensationell
Nach der Verköstigung stand Sightseeing auf dem Programm
Nach der Verköstigung stand Sightseeing auf dem Programm
Uralte und neue Hütte nebeneinander
Uralte und neue Hütte nebeneinander
Panorama vom Heliport runter auf den Fieschergletscher
Panorama vom Heliport runter auf den Fieschergletscher
Nimmt in meiner Hütten-Hitlist ab sofort den 2. Platz ein
Nimmt in meiner Hütten-Hitlist ab sofort den 2. Platz ein

Der Tag war noch jung. Nachdem wir vom Essen gestärkt und vom Mittagsschlaf erholt waren, machten sich ich, mein Bruder und Thömu auf, um den Weg hoch zum Finsteraarhorn ein wenig zu erkunden. Zumindest die ersten 300 Höhenmeter. Für mich war der Fall klar, dass mir dieser Berg noch zuviel war. Ich hätte mein Frühlings- und Sommertraining definitiv etwas ernsthafter angehen müssen, aber das Finsteraarhorn läuft ja wohl kaum davon. Aber die heutige Energie reichte noch für diesen Ausflug hoch bis zum Gletscher. Nach 45 Minuten erreichten wir diesen und genossen die Aussicht runter zur Hütte und den oberhalb davon liegenden Gletschersee.

Perfekt markierter Weg hoch zum Finsteraarhorn
Perfekt markierter Weg hoch zum Finsteraarhorn
Blick in Richtung Süden zum Fieschergletscher und See
Blick in Richtung Süden zum Fieschergletscher und See

Nachdem wir wieder unten in der Hütte waren, steckten Oli und ich unsere Köpfe nochmals zusammen, um das Programm für den nächsten Tag zu besprechen. Wir fanden eine Lösung, die sich zwar nicht an Gipfeln orientierte, aber doch einen interessanten Tag versprach. Ihr werdet’s ja dann morgen lesen können 😉

Nicht wenig überraschend wurden die nur 17 Gäste von Hüttenwart Hans (ein Original, im positiven Sinn!) und seinem Team mit einem feinen Znacht verwöhnt. Auch die abendliche Stimmung trug ihren Teil dazu bei, um diesen wunderschönen Tag perfekt abzurunden. Guet Nacht!

Kurz vor dem Sonnenuntergang erstrahlt die Hütte im letzten Licht
Kurz vor dem Sonnenuntergang erstrahlt die Hütte im letzten Licht

Weiter zum Tag 6

Ich freue mich über euer Feedback, Aufmunterungen und Lob! :-)

%d Bloggern gefällt das: