Hochtourenwoche 2016 – Tag 2 Planurahütte - (Gross Schärhorn) - Klausenpass; Rhonegletscher

...klart das Wetter langsam auf...

Scrollen

Nach einer für Hüttenverhältnisse sehr guten Nacht klingelte der Wecker heute um 5 Uhr. Im Vergleich zu gestern also schon fast ein Ausschlafen. Ich streckte als Erstes gleich mal meinen Kopf aus dem Fenster, um einen ersten Eindruck vom Wetter zu bekommen. Der Wind blies mächtig, die Wolkenfetzen zogen schnell vorbei und ich hatte das Gefühl, dass es trocken ist. Also schnell auf zum Frühstück, um den anstehenden Angriff auf das Gross Schärhorn gestärkt angehen zu können. Oli, der als erstes das Outdoor-WC aufsuchte, kam mit einer ernüchternden Botschaft zurück, denn der Regen kam ihm quer entgegen. So schmiedeten wir während dem Zmorge Alternativ-Pläne, um den Tag optimal gestalten zu können.

Der Blick zum Tödi täuschte wettertechnisch, denn...
Der Blick zum Tödi täuschte wettertechnisch, denn…
...es war regnerisch und sehr zügig
…es war regnerisch und sehr zügig
Etwas unmotivierte Gesichter um 05.30 Uhr beim Zmorge
Etwas unmotivierte Gesichter um 05.30 Uhr beim Zmorge
Alternativen werden besprochen
Alternativen werden besprochen

Wir entschieden uns, das Gross Schärhorn auszulassen und direkt via Chammlijoch zum Klausenpass zurückzukehren. Die Wetterbedingungen waren einfach zu schlecht, und die gestrigen Erfahrungen wollte niemand wiederholen.

Gut eingepackt stehen wir bei Planurahütte bereit
Gut eingepackt stehen wir bei Planurahütte bereit
Ein kritischer Blick von Thömu in Richtung Himmel
Ein kritischer Blick von Thömu in Richtung Himmel
Unterhalb der Hütte seilen wir uns an...
Unterhalb der Hütte seilen wir uns an…
...und überschreiten bei mehr oder weniger...
…und überschreiten bei mehr oder weniger…
...guten Sichtbedingungen den Hüfifirn...
…guten Sichtbedingungen den Hüfifirn…
...in Richtung Chammlijoch
…in Richtung Chammlijoch
Beim Abstieg runter zum Klausenpass...
Beim Abstieg runter zum Klausenpass…
...klart das Wetter langsam auf...
…klart das Wetter langsam auf…
...und lässt für den Rest des Tages hoffen
…und lässt für den Rest des Tages hoffen
Bald am Ziel
Bald am Ziel
Etappenziel Klausenpass erreicht!
Etappenziel Klausenpass erreicht!

Als wir den Klausenpass und unsere Autos erreichten, war es doch tatsächlich trocken und sonnig! Sollte uns die Sonne auch während den nächsten 5 Tagen lachen? Wäre ja zu hoffen, aber die Wetterprognosen waren noch immer etwas wackelig…

So oder so stand ein Standortwechsel an. Nächstes Ziel war das Hotel Astoria in Ulrichen im schönen Obergoms. Also den Klausen runter, hinauf nach Andermatt, wo wir kurz einkehrten, danach über den Furka bis zum Belvédère. Dort wollten wir den noch langen Tag nützen, um auf dem Rhonegletscher noch ein wenig Seilhandhabung und Spaltenrettung zu üben. Man weiss ja nie, was in den folgenden Tagen noch alles passiert!

Ankunft im Belvédère am Rhonegletscher
Ankunft im Belvédère am Rhonegletscher
Abstieg auf gut ausgebauten Wegen zum Rhonegletscher
Abstieg auf gut ausgebauten Wegen zum Rhonegletscher
Ausbildung vor Ort
Ausbildung vor Ort
Die "Instruktoren" Oli und Thömu und "Lehrling" Dani
Die „Instruktoren“ Oli und Thömu und „Lehrling“ Dani
Oli hantiert mit dem Hightech-Material
Oli hantiert mit dem Hightech-Material
Zuerst muss nur mein Rucksack dran glauben,...
Zuerst muss nur mein Rucksack dran glauben,…
...danach folgen mein Bruder, ...
…danach folgen mein Bruder, …
...der sich den Gletscherspalt von unten ansieht.
…der sich den Gletscherspalt von unten ansieht.
Auch ich,...
Auch ich,…
...Thömu und...
…Thömu und…
...Oli tauchen nacheinander ab.
…Oli tauchen nacheinander ab.

Nach dem interessanten und lehrreichen Nachmittag auf dem Gletscher war es an der Zeit, die Fahrt nach Ulrichen unter die Räder zu nehmen. 15 Minuten nach dem Zimmerbezug sah es bereits wie in einem Sportgeschäft aus: Kleider, Schuhe und Hochtouren-Material quer ausgebreitet, um für den morgigen Tag wieder trockenes Material zu haben.

Die grosse Auslegeordnung...
Die grosse Auslegeordnung…
...im Zimmer von mir und meinem Bruder
…im Zimmer von mir und meinem Bruder

Der Tag verlief zwar aus meteorologischen Gründen nicht wie geplant, aber damit muss halt in den Bergen jederzeit gerechnet werden; und dann auch entsprechend mal auf einen Gipfel verzichtet werden. Sicherheit geht vor! Der Tag hat mir trotzdem gefallen, und das sehr feine Znacht rundete diesen perfekt ab. Zeit für’s Bett, denn am nächsten Tag wartete der Galenstock auf uns…

Weiter zum Tag 3

Ich freue mich über euer Feedback, Aufmunterungen und Lob! :-)

%d Bloggern gefällt das: