Gokyo-Everest-Trekking – Tag 6 Dole - Machhermo (4450 m)

Tierischer Lastenträger bei der Nahrungsaufnahme

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Unsere heutige Route von Dole nach Machhermo

Das heutige Erwachen war noch etwas kühler als die vorangehenden zwei Tage. Am Fenster hatten sich schöne Eisblumen gebildet, das Thermometer zeigte -0,5 Grad an. Mein Schlafsack sorgte jedoch noch immer für wohlige Wärme. Auch mein Bruder ist hochzufrieden, er musste während der Nacht sogar noch etwas lüften.

Nach der gestrigen, etwas längeren Tour stand heute wieder ein etwas lockerer Tag an. Nur gerade 6 Kilometer lagen vor uns. Ich denke, dass die meisten von uns ob dieser Tatsache nicht unglücklich waren. Entsprechend der kurzen Tagesetappe durften wir heute wieder ausschlafen. Erst um 07.30 Uhr war offizielle Tagwache. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits seit 90 Minuten unterwegs und auf der Suche nach morgendlichen Fotosujets.

Unsere Lodge ist noch im kühlen Schatten, hinten erstrahlt schon alles im Sonnenschein
Nun stehe auch ich in der wärmenden Sonne
Plätscherndes Bächlein vor hübscher Kulisse
Bisher hab ich noch keine Menschenseele angetroffen
Zurück bei der Lodge ist hingegen Leben in die Bude gekommen
Der Herr links hat heute Geburtstag und hofft, dass das niemand weiss… denkste!
Die tierischen Lastwagen werden bereit gemacht
Auf Warteposition
Während Dani am Packen ist, sind draussen auf dem Gang…
…unsere Helfer daran, warmes Wasser für die Morgenwäsche zu verteilen
Hampi checkt den Notfallkoffer

Nach ausgiebigem Frühstück standen wir brav wie befohlen um 9 Uhr bereit, um uns auf den Weg nach Machhermo zu machen. Gleich zu Beginn stieg der Pfad in gesundem Mass an, so dass wir schon bald mehr als die Hälfte unserer heutigen Höhenmeter geschafft hatten. Es folgten wunderschöne Kilometer mit toller Aussicht auf das Gokyotal und den 8188 Meter hohen Cho Oyu. Die erste Pause nützten viele von uns für ausgiebige Fotosessions.

Warten auf den morgendlichen Startschuss
Nun ist er erfolgt, wir nehme die 6 Kilometer unter die Füsse
Ein letzter Blick zurück nach Dole
Eine Stunde nach dem Abmarsch legen wir eine erste Pause ein und geniessen den Anblick des Cho Oyu
Mein Bruder hat den ersten Gipfel bestiegen
Ich widme mich derweil den kulinarischen Genüssen
Alle wollen sich vor dem Cho Oyu verewigen

Und weiter ging’s in sehr gemächlichem Tempo. Ich überlegte mir an dieser Stelle, wie oft ich eigentlich schon in dieser Höhe unterwegs war. Ich kam auf bloss drei Mal: Kilimanjaro, Dom, Dufourspitze. Und wir sind noch lange nicht oben…

Blick ins Gokyotal
Wir erreichen nach einer weiteren Stunde Luza
Es wird erneut fotografiert, als gäbs kein morgen…
Hier in Luza machen wir unsere zweite Pause
Rastplatz im Grünen, bei herrlichsten Wetterbedingungen
Die fast schon sommerlichen Temperaturen verlangten förmlich nach einem Sonnenbad

Nach der zweiten Pause fehlten bloss noch 100 Höhenmeter, die wir fast schon im Handumdrehen erledigten. Bereits kurz nach 12 Uhr gelangten wir an heutige Tagesziel. Wiederum wurden wir mit Welcome-Drink empfangen, ein unterdessen schon gewohntes Ritual. Sofort wurden auch die Menukarten verteilt, damit wir unser Mittagessen bestellen konnten.

Machhermo ist bald erreicht
Noch einmal geht es ein paar Meter runter, …
…über einen kleinen Bach und…
…zuletzt wenige Meter hoch zu unserer heutigen Lodge
Willkommens-Apero auf der Terrasse
Darf selbstverständlich nicht fehlen: die Menukarte
Dani versucht mal Abwechslung reinzubringen
Meine Technik verlangt ebenfalls nach Nahrung
Unser gemütliches Zimmer für die nächsten beiden Nächte
Vor dem Mittagessen reicht die Zeit für einen Powernap

Der freie Nachmittag wurde genutzt, um die leicht stinkigen Kleider wieder auf Vordermann zu bringen, die Akkutanks mittels Solarpower mit Energie zu versorgen und allgemein einfach etwas zu entspannen.

Nachmittäglicher Zeitvertreib für die meisten von uns
Im Team funktioniert alles besser
Auch der Chef ist bei der Arbeit
Tierischer Lastenträger bei der Nahrungsaufnahme
In sämtlichen bisher gesehenen Lodges gibt’s eine Art Kiosk, wo man sich mit Nötigem und weniger Nötigem eindecken kann
Moderne Telekommunikation bis in die hintersten Täler
Nur einer ist nicht beim nachmittäglichen Powernap

Mittlerweile sitzen wir im Aufenthaltsraum unserer Lodge und hoffen darauf, dass der Ofen in der Mitte des Raumes seine Wirkung entfaltet. Die Sonne hat sich hinter den Bergen verabschiedet, was hier oben ziemlich schnell einen knackigen Temperatursturz verursacht. Wir warten auf das Nachtessen, was in rund einer Stunde serviert wird. Eine erste Jassrunde hat sich formiert, und auch die Würfel wurden ausgepackt. Ich melde mich somit ab…

Die Kacke ist am Dampfen – hier wortwörtlich zu verstehen 🙂
Die abendliche Würfelrunde, im Hintergrund die Jasstruppe
Tja, und da hatte doch noch jemand was zu feiern…
Happy Birthday, Hampi!
Mmmmhhhhh… und damit guet Nacht für heute!

Tagesfakten: 6km, 2h45min, 480m Aufstieg, 120m Abstieg

Weiter mit Tag 7

PS: mein Blog erreicht neue Sphären! Ich freue mich natürlich sehr und hoffe, dass ich euch auch in den nächsten Tagen mit News versorgen kann. Auch bitte ich um Angabe meines Namens, falls sich jemand aufgrund meines Blogs zu einer Reise mit Aktivferien entschliessen sollte. Vielleicht kann ich ja dann bald gratis reisen gehen… 🙂

Die Klicks steigen und steigen...
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2 Kommentar

  1. Hallo Erich, ich bin total fasziniert von deinen Berichten. Es kommt mir vieles wieder in den Sinn, was ich auf meinem Trekking „Tamang Heritage – Langtang“ erlebt habe vor zwei Jahren. Auch freut es mich, ab und zu unsere Tochter Bigna auf den Bildern zu sehen. Ganz schön verrückt: So weit weg und doch so nah… Ich wünsche euch warme Ohren und guten Tritt.
    Herzlich, Susanne

  2. Ich bin nur am Staunen. Einfach super schön die Kulissen und deine abenteuerlichen Berichte. Freut mich, dass alles so gut läuft! Ich wünsche euch ein weiterhin gutes Vorankommen und viele schöne Eindrücke und Erlebnisse.
    Herzliche Grüsse Monika

Ich freue mich über euer Feedback, Aufmunterungen und Lob! :-)

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