Gokyo-Everest-Trekking – Tag 13 Dingboche - Chukhung (4700 m)

Lhotse im letzten Abendlicht

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Unsere heutige Tour von Dingboche nach Chukhung

Eine schon fast tropisch warme Nacht liegt hinter uns. Die Temperaturen lagen wie schon am Vorabend auch heute Morgen noch bei +5 Grad. Auch die „geringe“ Höhe von nur rund 4400 müM trugen dazu bei, dass sich die meisten von unserer Gruppe wunderbar ausruhen konnten.

Wir durften ja bis um 8 Uhr ausschlafen. Bis um halb Sieben hielt ich es im Bett aus, danach war Schluss. Ich wusste nicht mehr, wie ich noch liegen soll. Also stand ich auf und machte mich auf zu einem ersten Dorfrundgang durch Dingboche. Da wir ja heute erst am Nachmittag zu unserer Tour nach Chukhung aufbrachen, hatten wir den Morgen zur freien Verfügung. Ich erhielt einen Insidertipp, dass es hier eine Bakery geben soll, und die wollte ich später noch besuchen. Ich fand dann ingesamt vier davon, was die Auswahl nicht leichter machte. Doch zuerst wartete ja das Morgenessen um halb Neun…

Die Krähe war wohl auch noch etwas müde und liess sich ohne Widerstand ablichten
Auf meinem Morgenspaziergang bin ich bereits am anderen Ende von Dingboche angelangt
Leider noch geschlossen, aber der Tag ist ja noch lang
Unsere Lodge wird von der Sonne geflutet; der Herr in Blau im linken Teil des Bildes ist Dani
Wettstrahlen mit der Sonne: Te Kumar
Das Frühstücksapero nehmen wir gleich draussen zu uns
Den Hauptgang geniessen wir dann doch drinnen
Gleich nach dem Zmorge sitzen wir bereits wieder an der warmen Sonne

Da unsere Träger bereits um 10.30 Uhr losmarschieren wollten, musste zuerst das Hauptgepäck bereitgestellt werden. Nachdem wir diese „Arbeit“ erledigt hatten, machte sich eine kleine Gruppe auf den Weg in die French Bakery. Das Angebot dort war zwar begrenzt, aber der Illy Cappuccino und die Cookies schmeckten hervorragend – insbesondere im Zusammenhang mit unserem Terrassen-Sitzplatz mit Aussicht auf Lhotse, Ama Dablam und viele weitere Gipfel.

Auch in Dingboche sind die Hauptstrassen mit Schwerverkehr verstopft
Was soll ich noch zum Wetter schreiben?!? Stahlblau, Tag für Tag… merci!
Zurück in der French Bakery, jetzt geöffnet
Sonnenbad bei Kaffee und Kuchen auf 4400 müM
Britt versucht sich mit Baby-Yaks anzufreunden
Zeichen von Aktivferien sind überall zu finden
Der ehemalige Drehflügler von Heli Linth ist auch hier wieder anzutreffen
Man beachte die Ausrüstung des Piloten

Das Mittagessen auf der Terrasse der Lodge blieb uns (ich denke fast allen) dann fast im Hals stecken, nachdem ich die News aus den USA in die Runde brachte. Zu diesem Zeitpunkt sah es stark nach einem Sieg für Donald Trump aus – was sich ja unterdessen auch bestätigte. Klammer Auf: Ich bin mir nun wirklich nicht sicher, ob ich die für nächstes Jahr geplante USA-Reise absagen soll. An die voraussichtlichen Mitreisenden: Wir besprechen das noch 🙂 Klammer Zu. Die Reise zur Sonnenfinsternis hab ich dann tatsächlich abgesagt, aber nicht wegen des Dumpfbacken-Chefs der Amerikaner… Stattdessen gibt es einen spannenden Reisebericht aus der Schweizer Bergwelt zu bestaunen.

Mittagessen auf der Terrasse
Bigna mit dem „Trump-Burger“

Um 13 Uhr folgte dann der sportliche Teil des Tages: die Wanderung zu unserer nächsten Lodge in Chukhung. Angesagt waren kurze zwei Stunden, welche wir noch unterboten. Und dies trotz sommerlichen Temperaturen; zumindest empfand ich es so. Irgendwie schon verrückt: wir befinden uns seit heute Abend wieder auf einer Höhe, die in Schweiz nirgends erreicht werden kann. Und ich fühle mich schon fast pudelwohl.

Dem Island Peak entgegen (das kleine Hügelchen in der Bildmitte)
Der Blick zurück nach Dingboche
Obwohl es sich um eine für unsere Verhältnisse…
…sehr kurze Wanderung handelte, nahmen wir uns Zeit…
…für eine kleine Pause
Knapp zwei Stunden reine Marschzeit, und schon sind wir…
…in unserer Lodge in Chukhung

Die Lodge hier oben ist eine der schöneren, die wir kennenlernten. Und wie ich gerade feststellte, ist dies abgesehen vom Island Peak Base Camp auch die letzte Unbekannte. Denn nach dem Island Peak werden wir nur noch talabwärts unterwegs sein und dabei ausschliesslich auf Lodges treffen, welche wir bereits besuchten.

Das unterdessen gewohnte Chaos nach dem Zimmerbezug
Eingangsbereich unserer Lodge
Und die Wasch- und WC-Ecke
Sonnenbaden auf der Terrasse…
…und vor der Lodge

Das Internet hier oben ist momentan sehr langsam; ich bin schon froh, wenn ich den Text hochladen kann. Eventuell folgen später noch Fotos. Und gleich vorneweg: morgen werden wir im Base Camp sein, wo wir ziemlich sicher kein Internet haben werden. Seid also nicht traurig… 🙂

Nachtrag: das Internet ist immer noch quälend langsam, für ein letztes Sternenfoto reicht es aber knapp!

Chukhung by night

Nachtrag 2: Schlaflosigkeit seit 3 Uhr in der Früh hat den Vorteil, dass man das Internet jetzt für sich alleine hat und dadurch auch ein paar Fotos hochladen kann 🙂

Lhotse im letzten Abendlicht
Ama Dablam im Mondlicht

Nachtrag vom 15.11.2017: Nun flutscht das Internet, deshalb folgen jetzt noch einige Bilder mehr…

Ja, dort hin wollen wir
Ama Dablam
Die Sonne senkt sich langsam, das Licht am Lhotse wird nur noch schöner
Nebst mir sind doch noch ein paar andere Lebewesen hier draussen
In der Lodge hat sich der Aufenthaltsraum geleert, bis auf…
…unseren Tisch, wo noch viel diskutiert wird
Ich nutze den wunderschönen Sternenhimmel…
…für ein paar weitere Nachtaufnahmen
Der Mond leuchtet die Szenerie wunderschön aus
Und noch eins…
Unsere Lodge im Mondlicht

Tagesfakten Teil 1: 4,8km, 1h40min, 380m Aufstieg, 20m Abstieg

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1 Kommentar

  1. Liebe Gipfelbesteiger
    Wir sind stolz auf eure Leistung. Mittlerweile seid ihr schon richtige Gipfelprofis, was auch die tollen Gruppenfotos beweisen. Ihr werdet von euren drei „Engeln“ ausgezeichnet betreut und auch die Yaks sind treue Begleiter. Die Fotoreportage ist jeden Tag ein Highlight. Bei den vielen tollen Fotos vermissen wir bis jetzt nur die Blumen:-)
    Bei uns ist tagsüber nun auch Mützenwetter und erste nasse Schneeflocken haben das Mittelland erreicht.
    Der Schock über die Präsidentenwahl in Amerika sitzt tief. Jetzt braucht es wirklich gute Gründe, um dieses Land zu bereisen.
    Wir wünschen euch weiterhin viel Ausdauer und genügend Bäckereien, um den süssen „Gluscht“ zu stillen.
    Herzliche Grüsse
    Ursi und Hugo

Ich freue mich über euer Feedback, Aufmunterungen und Lob! :-)

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