Chelenalp – Meine 1. SAC-Hüttentour

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Lichtmalerei bei der Chelenalphütte
 

Mittlerweile wieder zurück von meiner ersten Hüttentour bin ich jetzt am Auskurieren meiner Erkältung. Wo ich mir die geholt habe, ist nicht so klar, aber schlussendlich ja auch egal. Und zur Arbeit muss ich ja erst wieder am Mittwoch, somit bleibt genügend Zeit… sowohl für Fotobearbeitung als auch Teeli trinken!

Los ging unsere Tour am Samstag morgen im Berggasthaus Dammagletscher. Uns, das sind ich und die drei Fotoclubkollegen René, Erwin und Stephan vom KKG. Dazu kamen Lydia, Profifotografin und langjährige Beraterin des KKG-Fotoclubs sowie Christoph, seinerseits Hüttenchef der Chelenalphütte und ebenfalls Hobbyfotograf. Für beste Betreuung war somit gesorgt!

Die Wanderung beginnt wie erwähnt beim Parkplatz unterhalb des Göscheneralpsee-Staudamms. Um die noch kalten Muskeln gleich mal schön aufzuwärmen wird nicht lange gefackelt, denn der Weg steigt steil an. Bereits nach dem ersten Kilometer sind 170 Höhenmeter überwunden.

Unsere Route durch's Göschenertal zur Chelenalp
Los geht's!
Wohin des Weges?
Die Sonne beginnt sich durchzusetzen
Irgendwo entlang des Göscheneralpsees

Nach dem ersten Aufstieg folgt eine mehr oder weniger flache Passage hoch über dem Göscheneralpsee. Ideal, um meinen Puls wieder in gesunde Regionen runterzuschrauben 😉 Gegen Ende des Stausees fällt der Weg wieder bis fast auf's Niveau vom Startpunkt. Hier geriet unsere Gruppe bereits zum zweiten Mal an diesem Tag in einen Stau. Der erste war – wer hätte es gedacht – vor dem Gotthardloch. Diesen konnten wir durch fluchtartiges Verlassen der Autobahn in Wassen fast gänzlich umfahren. Beim zweiten half gutes Zureden und ein wenig Durchzwängen, welches das Braun- und Fleckvieh aber gutwillig über sich ergehen liess. Und auch die unzähligen Fotos schien die Tiere nicht gross zu stören, gaben sie doch ein hübsches Motiv her…

Stau, wo man's eher nicht erwartet
Was guggst du?!?
Gefragte Models
Kampf um die besten Plätze

Sowohl die Kuhherde als auch den Göscheneralpsee liessen wir hinter uns, vor uns öffnete sich der Anblick des Chelengletschers und des hinteren Teils der Göschenertals. Unsere zwei Tourguides, die – so mein Eindruck nach diesen zwei Tagen – jeden Stein in diesem Tal kennen, führten uns zum nächsten sehr lohnenswerten Fotomotiv. Rund 300 Meter oberhalb des See's (auf der Höhe der Alphütte) hat die Chelenreuss eine beeindruckende Felslandschaft geschaffen. Kein Frage, dass unsere Kameras hier im Dauereinsatz standen und Fotos aus allen möglichen und unmöglichen Positionen geschossen wurden.

Abzweigung für die Rundwanderung um den See und zur Dammahütte
Chelenreuss-Canyon, hinten der Göscheneralpsee
Kein Halten mehr...
...und aus allen Lagen wird geschossen...
...was zum Teil ziemlich abenteuerlich aussah!
Die Kraft des Wasser's
Den Moment eingefroren
Eingeklemmt
Oberhalb des Canyons ist's idyllisch

Selbst der wunderschöne Chelenreuss-Canyon war mal „ausfotografiert“, und die Fotografenschar bewegte sich weiter in Richtung Chelenalp. Uns erwarteten noch knapp 4 Kilometer und gute 500 Höhenmeter. Zunächst steigt der Wanderweg nur sanft und folgt der Chelenreuss. Soweit so gut, aber die Chelenalphütte liegt ja hoch über dem Tal, und so wird's dann bald auch wieder steiler und ich hätte nichts gegen ein Sauerstoffzelt einzuwenden gehabt! 😉 Gut dass es immer wieder Fotostopps gibt und ich meine 17 Kilogramm am Rücken kurzzeitig abstellen kann.

Wortwörtlich ein Scheissfoto 😉
Hinten der Chelengletscher
Bergpalmen
Rauschendes Schmelzwasser
An Markierungen wurde nicht gespart... Super!
Stairway to heaven...
Da ist sie! Zum ersten Mal zeigt sich mir die Chelenalphütte.
Ich kämpf mich noch immer hoch, der erste uneres Teams ist schon dort.
Geschafft! Und schon werden Fotos präsentiert...

Total ausgelaugt und trotzdem glücklich erreichte ich die Chelenalphütte. Nach dem herzlichen Empfang durch die Gastgeber Rusina und Roman sowie einer ersten Notversorgung und ein paar Minuten Pause erwachten meine Lebensgeister so langsam wieder. Ich stellte mein Material in unser Zimmer (leider keine Fotos davon, hab ich verpasst) und widmete mich der Fotografie rund um die Hütte:

Nächster Fixpunkt war das Nachtessen, welches um 18.30 Uhr serviert wurde. Bouillon und Spaghettiplausch… herrlich! Der Magen war danach gut gefüllt und ich bereit für die Nachtaufnahmen.

Holzblüemli
Mondlicht über der Chelenalp
Kontrolliertes Rumfuchteln mit der Taschenlampe
Nein, hier wird nicht das Obligatorische geschossen! 😉
Hüttenromantik
Chelenalp unter Sternendach

Da es in SAC-Hütten üblich ist, um 22 Uhr Schluss zu machen und ich meine Schüsse hatte, begab auch ich mich ins Bett und versuchte etwas Schlaf abzubekommen. Sagen wir's mal so: ich schlief schon besser… 😉 Naja, die Hütte war fast voll belegt und daher blieb zum Schlafen nur wenig Platz. Der Wecker um 05.15 Uhr wäre nicht nötig gewesen, da ich sowieso schon wach war und mit meinem Halsweh kämpfte. Ich war der erste, der unten in der Gaststube auftauchte. Hüttenwart Roman war ebenfalls schon auf den Beinen und wartete auf die erste Gruppe Bergsteiger. Ich trank einen ersten Kaffee und ging danach nach draussen, um auf die Sonne zu warten.

Morgendliches Alpenglühen
Flugshow bei Sonnenaufgang

Es dauerte noch eine ganze Weile, bis die Sonne auch die Chelenalphütte erreichte. Unterdessen gab's Zmorge und immer mehr Gäste machten sich auf den Rückweg, bis zum Schluss nur noch wir Fotografen übrig blieben.

Da blinzelt sie hervor
Noch sind nicht alle im Fotomodus
Bergkristalle vor grossartiger Kulisse
Gruppenbild kurz vor dem Abmarsch

Beim Abstieg zurück zum Ausgangspunkt machte mir mein Hals immer mehr zu schaffen. Ich stellte auf Notprogramm um und konzentrierte mich fortan darauf, nicht irgendwo abzustürzen sowie mit heilen Knochen und Bändern anzukommen. Der Blick für Fotomotive ging mir komplett abhanden. Die Fotoausbeute während ist entsprechend gering, ja sie tendiert gar gegen null 😉 Halt, eines hab ich noch:

Mein letztes Foto vom Tag

Herzlichen Dank allen meinen Begleitern für's Organisieren, Chauffieren, Ratschläge erteilen und Erlebnisse teilen! Ein Anlass, der gerne in ähnlicher Form wiederholt werden darf… Und ich werde bestimmt wieder mal in einer SAC-Hütte anzutreffen sein, einfach nicht an einem Wochenende 😉

 

Ich freue mich über euer Feedback, Aufmunterungen und Lob! :-)

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