Besuch bei der „Strom-Konkurrenz“

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Zurzeit werden in der Schweizer Windenergie-Hochburg auf dem Mont Crosin vier alte Windturbinen durch neue ausgetauscht. Die Kran-Arbeiten werden durch die Firma Senn AG aus Oftringen ausgeführt, welche dazu extra ihren grössten Kran im Fuhrpark quer durch Europa karrte und auf den Berg verschob. Die Wetterfrösche meldeten einen wunderschönen Herbsttag, und der Fahrplan des Turmbau’s sah heute viel Betrieb vor. Somit hielt mich auch eine gerade absolvierte Nachtschicht nicht davon ab, die rund 70 Kilometer unter die Räder zu nehmen, um pünktlich zum Sonnenaufgang oben zu sein.

Noch vor Sonnenaufgang am Ziel
Deutliche Anzeichen, dass ich auf dem richtigen Weg bin
Die ersten Sonnenstrahlen machen sich bemerkbar
Guten Morgen!
Interessante Motive, diese modernen Windmühlen

Nach gut zwei Kilometern Fussmarsch vom Parkplatz beim Restaurant Vert Bois erreichte ich den Bauplatz, welcher soeben von herrlichem Morgenlicht beleuchtet wurde. Da stand er nun vor mir, der Liebherr LTM 11200-9.1, der momentan stärkste Teleskopkran der Welt. Die Senn AG nennt ihn deshalb „Colossus„, was durchaus nicht übertrieben ist. In der Ausführung hier auf dem Mont Crosin ist das Teil fast 120 Meter hoch und kann dabei Lasten von fast 50 Tonnen heben. Eindrücklich!

Erster Blick auf den Bauplatz von Turbine 3
Noch ist wenig los auf der Baustelle, aber…
…langsam kommt Bewegung ins Spiel:
Das 3. Mastelement ist auf dem Bauplatz eingetroffen.

Meine durchgemachte Nacht forderte ihren Tribut… mein Körper verlangte nach Koffein. Und Wärme. Und Schlaf. Letzteres war aber kein Thema, Schlaf wurde für heute abgesagt. Koffein und Wärme musste jedoch sein, und so wanderte ich zurück zum Restaurant, um meinen Energiespeicher aufzutanken. Auf dem Weg dorthin steht Turbine 1, welche eine Woche zuvor gestellt wurde.

Turbine 1, hinten der mit dem Nebel kämpfende Chasseral
Herbstimpressionen zum ersten…
…und zum zweiten.

Nach einem Kaffee und einer heissen Schoggi waren zwei von drei Bedürfnissen gestillt und somit der Weg frei für eine weitere Foto-Session.

Perfekte Wetterbedingungen
Das dritte Element wurde unterdessen aufgerichtet
Natur und Technik im Einklang
Das 4. Mastelement wird unter fachkundiger Beobachtung herangekarrt
Kranballett
Die Sonne am Haken
Einer der drei Flügel
Anhängen des 4. Elements
Vorsichtig aufrichten
Richtung Turm 3 schwenken…
…und hoch damit.
Die Gondel kommt dann später dran.
Das 4. und damit oberste Element ist gesetzt
Der Masttransporter vom LTM 11200

Nach dem Setzen der vierten Sektion war Mittagspause angesagt. Für die Leute vom Bau jedenfalls. Ich entschied mich aufgrund des Schlafmangels und der zu erwartenden längeren Wartezeit, den Heimweg anzutreten. Während den nächsten zwei Wochen werden noch die anderen beiden Turbinen gestellt. Vielleicht schaff ich’s ja nochmal nach oben…

Turbine 1
Zum Schluss nochmal Natur… nicht pur, aber fast!

 

Ich freue mich über euer Feedback, Aufmunterungen und Lob! :-)

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